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Stritzel: "Eine Achterbahn der Gefühle"

kicker

Harry Kane ist die personifizierte Garantie vom Elfmeterpunkt. Vor dem Erstrunden-Pokalmatch beim SV Wehen Wiesbaden trat der Engländer 21-mal in Pflichtspielen für den Rekordmeister zu einem Elfmeter an - und alle 21 verwandelte er.

Seine Serie setzte der 32-Jährige zunächst auch am Mittwochabend fort, als er in der 16. Minute einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung für den Rekord-Titelträger verwandelte. Spätestens nach dem 2:0 durch Michael Olise in der 51. Minute wähnte sich der FC Bayern auf der Siegerstraße. Doch Wiesbaden schlug in Person von Fatih Kaya zurück, der SVWW-Kapitän stellte auf 2:2 (64., 70.)

Dann folgte die 74. Minute, und wieder gab es Strafstoß, nachdem zuvor Milad Nejad Haji Lor Kane von den Beinen geholt hatte. Der Gefoulte trat selbst an - doch dieses Mal ahnte Wiesbadens Keeper Florian Stritzel die richtige Ecke und wehrte den nicht einmal schlecht geschossenen Ball von Kane ab (76.). Erstmals nach zuvor 22 verwandelten Elfmetern versagten Kane damit für die Bayern in einem Pflichtspiel die Nerven.

"Seine Statistik habe ich auch das ein oder andere Mal gesehen", sagte Stritzel nach der Partie am ZDF-Mikrofon und verriet: "Mit meinem Torwarttrainer (Mohamed Amsif; Anm. d. Red.) haben wir das analysiert, und den, den ich gehalten habe, haben wir auch drei-, viermal trainiert."

"Das wünscht man sich auch für die Liga"

Am Ende reichte es trotz seiner Parade nicht, ausgerechnet Kane köpfte die Bayern in der vierten Minute der Nachspielzeit eine Runde weiter. "Es war eine Achterbahn der Gefühle", beschrieb Stritzel seine Emotionen, "es war ein brutal anstrengendes Spiel."

Welches die Zuschauer trotz der Niederlage begeisterte, die Wiesbadener Spieler wurden nach Abpfiff wie Sieger gefeiert. Und Stritzel hofft, dass der Pokalabend nun für einen Push sorgt: "Diese Atmosphäre, diese Lautstärke, das wünscht man sich auch für die Liga," sagte der 31-Jährige.