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Thordarson: Das andere Element bei Hannover 96

kicker

Sechs Grad plus. Der Schnee schmilzt in Hannover. Die Trainingsplätze hinter der Heinz-von-Heiden-Arena sind in brauchbarem Zustand. Bis zum vergangenen Samstag bereitete sich 96 acht Tage lang in Belek bei meist zweistelligen Temperaturen auf die Rückrunde vor. Noch nicht dabei war Stefan Teitur Thordarson. Der Transfers des isländischen Mittelfeld- und Nationalspielers konnte erst am Montag finalisiert werden.

Der 27-Jährige wechselt vom englischen Zweitligisten Preston North End nach Hannover. Sein Vertrag läuft bis Juni 2029. "Ich bin ein Spieler, der gerne Bälle erobert, setze meinen Körper gerne ein. Ich mag es aber auch, wenn der Ball gepflegt durch die eigenen Reihen läuft", beschreibt der Neuzugang seine sportlichen Vorzüge.

Thordarson "ist auch ein technisch feiner Spieler"

96-Cheftrainer Christian Titz freut sich über einen Spieler mit "einem guten Raumgefühl, der den Raum gut überbrückt und verteidigt. Stefan hat eine gute Größe und Körperlichkeit, ist auch technisch ein feiner Spieler. Er hat seine Stärken auch im direkten Pass-Spiel. Es war uns wichtig, ein weiteres und auch ein anderes Element dazu zu nehmen". Und damit ist primär die Körpergröße gemeint: Mit 1,89 Metern überragt der Neue seine 96-Mittelfeld-Kollegen deutlich.

96-Geschäftsführer Jörg Schmadtke beschreibt den Neuzugang als "durchsetzungsstarken Box-to-Box-Spieler mit hoher Zweikampfpräsenz, sowohl in der Luft als auch am Boden. Er bringt in jedem Spiel ein großes Laufvolumen auf den Platz".

Thordarson trainierte am Dienstagnachmittag zum ersten Mal mit seinen neuen Mitspielern. "Stefan soll sich erstmal integrieren in der ersten Woche. Wir werden schauen, in welchem körperlichen Zustand er genau ist und wie er sich hier einfügt. Er war zuletzt für die Gespräche freigestellt und hat individuell trainiert", erzählt Titz. Zum Rückrundenauftakt am Sonntag (13.30 Uhr) in Kaiserslautern dürfte der neue Isländer wohl noch nicht zur ersten Elf der Niedersachsen gehören.

Nach Knie-Blessur: Titz hofft auf Tomiak-Einsatz

Gut stehen die Chancen indes für Boris Tomiak. Der Abwehrboss hatte sich am vergangenen Freitag in Belek im Testspiel gegen den MSV Duisburg am Knie verletzt. Schon am Sonntag gab 96 leichte Entwarnung. Der Innenverteidiger habe keine "strukturelle Verletzung" davongetragen. Tomiak trainiert aktuell individuell - ebenso wie die zuletzt angeschlagenen Maik Nowrocki und Mustapha Bundu.

"Bei Boris sehe ich Chancen, dass er in Kaiserslautern spielen kann", sagt Titz. "Er war mit in Belek und ist in einem guten Zustand. Bei den anderen beiden will ich es auch nicht ausschließen, dass sie in Kaiserslautern im Kader sein werden."