Champions League Daten-Check
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Das Spiel der Spiele steht an: Im Finale der Champions League treffen am Samstagabend (21 Uhr) Inter Mailand und Paris Saint-Germain in München aufeinander. Deswegen unterziehen wir die beiden Finalisten und ihre Spielweise heute in "Auf den Punkt" einem großen Daten-Check. Außerdem: Ein folgenschwerer Elfmeter-Fehlschuss, ein Meister-Vergleich & ein Lieblingsgegner für die DFB-Frauen. Zunächst aber blicken wir auf eine Bestmarke, die ein Inter-Veteran aufstellen kann...
Mkhi, der Zweite?
Der Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan steht mit 36 Jahren nun zum zweiten Mal in einem Champions-League-Finale. Das erste Mal reichte es 2022/23 gegen Manchester City nicht für einen Sieg (0:1). Nun startet der Armenier einen neuen Versuch, um alle drei aktuellen Europapokal-Wettbewerbe gewonnen zu haben: 2016/17 war Mkhitaryan mit Manchester United in der Europa League erfolgreich (2:0 gegen Ajax Amsterdam). 2021/22 gewann er mit AS Rom die erste Ausgabe der Conference League (1:0 gegen Feyenoord Rotterdam). Somit könnte der 36-Jährige am Samstag das Triple perfekt machen. Vor ihm gelang das übrigens nur West Hams Emerson, der 2018/19 die Europa League und 2020/21 die Champions League mit Chelsea gewann und dann 2022/23 mit West Ham die Conference League folgen ließ.
Das Endspiel im Spielideen-Wettstreit
Die beiden Finalisten haben ganz unterschiedliche Spiel-Ideen, waren aber auf ihre Art erfolgreich: PSG setzte etwa auf Ballbesitz-Fußball und ließ das Spielgerät zirkulieren. Mit im Schnitt 632 Pässen pro Spiel waren sie nach dem FC Bayern das passfreudigste Team in dieser CL-Saison und hatte nach den Münchnern auch die meisten Torabschlüsse pro Partie. Währenddessen setzte Inter auf eine stabile Defensive, hat von allen Königsklassen-Teilnehmern die beste Zweikampfquote. Wenn die Italiener dann den Ball hatten, wurde es angesichts der besten Dribbling-Quote des Wettbewerbs auch schnell gefährlich.
Matthäus' missglückter Abschied
Am Samstag wird sich ein besonderer Moment in Deutschlands Fußball-Historie zum 41. Mal jähren. Am 31. Mai 1984 trifft im Frankfurter Waldstadion Borussia Mönchengladbach auf FC Bayern München im DFB-Pokal-Finale. Im Mittelpunkt des Spiels: Lothar Matthäus auf Seiten der Borussia. Er soll in der nächsten Saison für den Rivalen aus München spielen. Gladbach geht nach 33 Minuten durch Frank Mill in Führung, der FCB gleicht kurz vor Schluss durch Wolfgang Dremmler aus. Als auch nach der Verlängerung noch kein Sieger feststeht, muss das Elfmeterschießen entscheiden. Matthäus tritt als Erster vom Punkt an - und verschießt gegen seinen künftigen Klub. Der FC Bayern gewinnt am Ende mit 7:6. Für Matthäus ist es übrigens der erste von drei Elfmetern in einem Pokal-Endspiel, die er in seiner Karriere verschießt (1986 vs. Stuttgart und 1999 vs. Bremen).
Torhungrige Bayern, stabiles Napoli
SSC Neapel hat sich am jüngsten Wochenende als letztes Team aus den Top-5-Ligen die Meister-Entscheidung in Italien geklärt. Im Ligen-Vergleich fällt dabei auf: Als einziger Meister kommt Neapel im Schnitt auf unter zwei Tore pro Spiel, musste dafür aber am seltensten Gegentreffer hinnehmen. Die meisten Tore pro Partie und die zweitwenigsten Gegentore pro Spiel sammelte der deutsche Rekordmeister.
DFB-Frauen vor Duell gegen einen Lieblings-Gegner
Bevor die deutsche Männer-Nationalelf in der nächsten Woche im Final Four der Nations League antritt, müssen erst einmal die DFB-Frauen am 5. Spieltag der Women's Nations League gegen die Niederlande ran. Anpfiff ist heute Abend um 20:30 Uhr im Bremer Weserstadion. Deutschland ist aktuell Erster, die Oranje-Frauen punktgleich Zweite. Die Chancen auf einen Sieg stehen für die deutschen Frauen aber gut: Von den letzten zwölf Duellen gewann die DFB-Elf neun und holte zwei Remis. Nur in einem Freundschaftsspiel im Februar 2021 musste das Team um Laura Freigang, Alexandra Popp und Co. eine 1:2-Niederlage hinnehmen.