Gerade hat der SC Freiburg sein erstes Auswärtsspiel der neuen Europa-League-Saison mit einem respektablen 1:1 beim FC Bologna hinter sich gebracht, da rückt das nächste schon in den Fokus. Am Freitag sprach die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA eine umfassende Strafe gegen den OGC Nizza aus, die indirekt auch die Breisgauer betrifft.
Denn: Wenn diese am 6. November (18.45 Uhr, LIVE! bei kicker) im Rahmen des vierten Europa-League-Spieltags in Nizza antreten, werden im Stade de Nice, das offiziell Allianz Riviera heißt, zwei Blöcke hinter einem der beiden Tore leer bleiben. Dort sind normalerweise die treuesten Fans des Ligue-1-Klubs beheimatet. Weil Anhänger im ersten Europa-League-Heimspiel gegen die AS Rom am 24. September Pyrotechnik gezündet hatten, vollstreckte die UEFA eine entsprechende Strafe, die im vergangenen Dezember nach ähnlichen Vorfällen gegen die Glasgow Rangers (1:4) zunächst für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt worden war.
Zusätzlich sprach die UEFA eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro und eine erneute Bewährungsstrafe über zwei Jahre aus, die in einem weiteren Teil-Ausschluss münden kann. Außerdem muss Nizza 18.000 Euro berappen, weil gegen die Roma nach UEFA-Angaben öffentliche Durchgänge blockiert waren.
Wie in bisher allen Heimspielen der Saison wäre die über 30.000 Zuschauer fassende Arena aber wohl auch ohne die Strafe gegen Freiburg nicht ausverkauft gewesen. Gegen die Roma waren "nur" 23.089 Plätze besetzt.
Nizza sucht noch seine Form
Die Strafe passt zur bisherigen Saison: Der Vorjahresvierte der Ligue 1 hat nach zehn Pflichtspielen erst zwei Siege auf dem Konto. In der Europa League spielt die Elf von Trainer Franck Haise nur, weil sie in der Champions-League-Qualifikation gegen Benfica Lissabon chancenlos gewesen war (0:2/0:2), und auch dort steht sie schon unter Druck. Der Niederlage gegen die Roma folgte ein 1:2 bei Fenerbahce. Die Freiburger dagegen haben nach zwei Spieltagen bereits vier Zähler auf dem Konto.