Aus Barcelona berichtet Julian Franzke
Unter anderem wegen des Abbrennens und Werfens von Feuerwerkskörpern im Europa-League-Auswärtsspiel bei der AS Rom am 30. Januar 2025 sanktionierte die UEFA Eintracht Frankfurt mit einer Geldstrafe über 25.000 Euro. Zudem wurde den Hessen verboten, Tickets für das nächste europäische Auswärtsspiel an die eigenen Anhänger zu verkaufen. Diese Strafe wurde jedoch für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Beim Champions-League-Spiel in Barcelona ging es am Dienstagabend zwar überwiegend friedlich zu. Doch nach dem Tor zum 2:1 für die Katalanen war von der Pressetribüne aus zu beobachten, wie ein brennendes Bengalo in einen mit Barca-Fans besetzten Block unterhalb des Gästebereichs geworfen wurde. Im Netz kursierende Videoaufnahmen zeigen, dass zudem etliche Getränkebecher flogen. Darüber hinaus wurden weitere Bengalos im Gästebereich abgebrannt.
Spannend ist die Frage, wie die UEFA reagiert. Sollte sie die Bewährung widerrufen, müsste die SGE am 21. Januar in Baku im Duell bei Qarabag Agdam ohne die Unterstützung ihrer Fans auskommen. Eintracht-Vorstand Philipp Reschke erklärte am Mittwochmorgen auf kicker-Nachfrage, dass das Bengalo zunächst unterhalb des Gästebereichs entzündet und dann nach oben über die Plexiglas-Scheibe zu den Eintracht-Fans geworfen worden sei. Das mache für ihn einen "erheblichen Unterschied".
Mit einer Prognose zur Strafe der UEFA hält er sich zurück: "Wir werden sehen, wohin das führt." Im schlimmsten Fall kommt es zu einem leeren Gästeblock in Baku. Es wäre nicht das erste Mal, dass die große Mehrzahl der friedlichen und lautstarken Eintracht-Anhänger für das Verhalten einer radikalen Minderheit bestraft würde.