Am Freitagmorgen gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) zumindest für die Region Berlin und Brandenburg Entwarnung: Die schlimmsten Befürchtungen rund um das Sturmtief "Elli", das in der Nacht auf Freitag in Deutschland ankam, haben sich nicht bestätigt, für Berlin und Brandenburg hob der DWD die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall auf.
Gute Nachrichten nicht nur für die Bürger von Berlin und Brandenburg, sondern auch für alle Union- und Mainz-Fans. Am Samstag ist der FSV mit Trainer und Ex-Unioner Urs Fischer bei Union zu Gast (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker), aufgrund der Wetterlage drohten der Bundesliga beim Re-Start Spielabsagen im Norden der Republik. Aber: "Wir gehen die ganze Zeit davon aus, dass das Spiel stattfindet", sagte Christian Arbeit, der Vereinssprecher der Köpenicker, dem SID am Freitag.
Vom Deutschen Wetterdienst hieß es, es werde in Berlin und der Nordhälfte Brandenburgs deutlich weniger Schnee fallen als zunächst vorhergesagt. In Teilen Norddeutschlands, zum Beispiel in Bremen und Hamburg, gelten aber weiterhin Unwetterwarnungen des DWD. Die Deutsche Bahn musste am Freitagmorgen den Fernverkehr im Norden einstellen, ein Sprecher rechnet aber mit Entspannung im Zugverkehr ab Samstag.
Absagen in Bremen und in Hamburg
Dann sollten auch Werder Bremen und der FC St. Pauli jeweils mit Heimspielen nach der kurzen Winterpause wieder in den Bundesliga-Alltag starten. Doch weder im Weserstadion noch am Millerntor kann am Samstag gespielt werden, die Partie des SVW gegen Hoffenheim wurde ebenso wie die der Kiezkicker gegen RB Leipzig am Freitag abgesagt. Am Donnerstag hieß es noch vonseiten des FC St. Pauli, man müsse abwarten, wie sich die Wetterlage entwickelt: "Wir tun das Möglichste, damit das Spiel gegen Leipzig wie geplant stattfinden kann" - kann es nun aber nicht.
In Bremen waren die Verantwortlichen lange optimistisch, dass das Spiel gegen Hoffenheim ausgetragen werden kann. "Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, greifen", sagte Werder-Pressesprecher Christoph Pieper noch dem SID. "Gleichzeitig müssen wir die Entwicklung abwarten." TSG-Sprecher Jörg Bock erklärte am Vormittag, dass die Partie "Stand jetzt" stattfinden wird - Bock sagte aber auch, es sei allen klar, "dass die Situation vor Ort herausfordernd sein wird". Zu herausfordernd, wie sich herausstellen sollte. Am späten Nachmittag war die nächste Absage perfekt.
Union-Mitarbeiter "rund um die Uhr im Einsatz"
In Fanklub-Kreisen von Union Berlin wurde laut der Bild derweil bereits am Donnerstag dazu aufgerufen, beim Schneeschippen zu helfen. "Aufgrund der sehr schwierigen Witterungsverhältnisse können die Mitarbeiter unseres Vereins eure Unterstützung gebrauchen", hieß es in einem Aufruf. Union-Sprecher Arbeit hatte ebenfalls am Donnerstag auf der Spieltagspressekonferenz betont: "So viel kann ich sagen: Wir sind rund um die Uhr im Einsatz, versuchen, alles möglich zu machen. Die Fans und Mitarbeiter helfen mit und hoffen, dass es Erfolg haben wird."