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VfB-Kapitän Karazor schimpft und bekommt sein Traumlos

kicker

Genau das Team, das sich die Mannschaft als Trostpflaster gewünscht hatte, wie Atakan Karazor verrät. Er selbst hatte die Schotten, die für die Stimmung im Celtic Park berühmt sind, bereits nach dem Schlusspfiff und dem Bekanntwerden der Tabellenkonstellation als Wunschgegner ausgerufen. Er könne zwar nicht für alle Kollegen sprechen, aber "die Jungs haben auch richtig Bock auf ein geiles Spiel, in einem geilen Stadion". Eben im Celtic Park gegen den Traditionsklub aus der schottischen Hafenstadt. Eine überaus attraktive Partie, die dem 3:2 gegen Bern entsprang.

Nach rund 30 Minuten war Schluss mit Glitzerfußball

Ein Spiel, das für den VfB perfekt begonnen hatte. Nach knapp sieben Minuten schien es bereits entschieden zu sein - und der VfB am Ziel seiner Träume. Auf Rang 8! Wenn denn der Schlusspfiff näher gewesen wäre. Nach einem Doppelschlag führten die Stuttgarter 2:0 gegen die Schweizer, wären direkt und ohne Zwischenschritt Play-offs für die acht Ausscheidungsspiele qualifiziert gewesen. Unter dem Eindruck eines starken Auftritts und eines Gegners, der fast schon leblos den spielfreudigen Gastgebern hinterherlief, schien der Ausgang der Partie einer "gemähten Wiese" zu gleichen, wie es Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nennt. Eine klare Sache für den deutschen Pokalsieger, der allerdings nach rund einer halben Stunde plötzlich seine Kreativität bei der Spielgestaltung verlor.

Schiedsrichter Alberola Rojas klaut dem VfB das 4:2

Kein bunter Glitzerfußball mehr. Stattdessen Schwarz-weiß-Malen nach Zahlen. Mit etwas Glück siegten die Schwaben schließlich mit 3:2. Doch statt Platz 8 wurde es Platz 11 - und es hätte auch Platz 10 werden können. Wenn denn Schiedsrichter Javier Alberoia Rojas den nach einer Berner Ecke alleine aufs leere YB-Tor zulaufenden Bilal El Khannouss nicht per Schlusspfiff vom 4:2 abgehalten hätte. Was den VfB Rang 10 kostete und dem sich darüber beklagenden Karazor die Gelbe Karte einbrachte.

„Dann musst du die 30 Sekunden nachspielen lassen.“ (Atakan Karazor über den Unparteiischen)

"Der Torhüter war aus dem Tor. Ich hatte dauernd im Kopf, dass wir zwei Tore Differenz bräuchten, um uns für die Top 8 zu qualifizieren", erzählt der Kapitän, dem der Unparteiische kurz zuvor gesagt hatte, "es sind noch 30 Sekunden zu spielen". Stattdessen brauchte Bern für die letzte Ecke "gefühlt eine Minute. Danach pfeift der Schiri direkt ab." Was den türkischen Nationalspieler mächtig ärgerte. "Du kannst nicht 30 Sekunden sagen und eine Minute für die Ecke brauchen. Dann musst du die 30 Sekunden nachspielen lassen."

Als nächstes würden Porto oder Braga warten

Ein 4:2 wäre schön, aber letztlich nicht mehr als tabellarische Ergebniskosmetik gewesen, indem er den Traditionsklub einen Platz höher hätte einlaufen lassen. "Das eine Tor mehr hätte uns nicht geholfen, um in der Tabelle über den berühmten Strich zu kommen", so Wohlgemuth in aller Gelassenheit. Adieu Top 8, hallo Play-offs. Aber immerhin gegen Celtic, von dem (fast) alle geträumt haben. Am 19. Februar treten die Schwaben in Glasgow an. Eine Woche später findet das Rückspiel in Stuttgart statt. Sollte man die Schotten aus dem Rennen werfen, wartet entweder der FC Porto oder Sporting Braga auf den amtierenden Pokalsieger. Im Achtelfinale.