Die Rettung ist in Reichweite, ein Punkt gegen den 1. FC Kaiserslautern würde am Sonntag alle Restzweifel final beseitigen. Im Anschluss an das letzte Saisonspiel dürften und sollen beim 1. FC Magdeburg zeitnah wichtige Personalfragen beantwortet werden. Ganz oben auf der Agenda: die noch immer offene Zukunft des Trainer-Duos Petrik Sander und Pascal Ibold.
Jaekel: "Die Entwicklung der letzten Monate ist atemberaubend"
Das Duo übernahm die Mannschaft Mitte Oktober auf Platz 18 und gab ihr Stabilität und den Glauben an die eigene Stärke zurück. In der Rückrundentabelle steht der FCM auf Platz 8, fünf der vergangenen sieben Spiele gewann er. Logische Folge: Der Klub will die Arbeit in dieser Aufstellung fortsetzen. "Meine Überzeugung habe ich rübergebracht, dass wir in der Konstellation weitermachen sollten", sagte Sportdirektor Peer Jaekel nach dem wichtigen 3:1-Auswärtssieg bei Holstein Kiel am vergangenen Samstag. "Ich habe auch keine Skepsis dafür geerntet. Dementsprechend glaube ich, dass wir das zeitnah hinbekommen können."
Der 65-jährige Sander hatte Anfang Mai mit Andeutungen, die manche als Annäherung an den Ruhestand deuteten, Raum für Spekulationen gelassen. "Bei mir ist es so, dass die Zeit, wo es geregeltere Abläufe gibt, nicht mehr so weit entfernt ist", hatte Sander zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC (1:0) erklärt. Sein kongenialer Partner Ibold ist noch ohne die Fußballlehrer-Lizenz, beide gibt es nach Lage der Dinge auch für die nähere Zukunft nur im Doppelpack. Und eine Rückkehr zur U 23 in die Regionalliga Nordost ist kein Thema mehr.
Atik: "Unsere DNA ist wieder zurückgekommen"
Jaekel klang nach dem Kiel-Spiel nicht sonderlich besorgt. "Wir sind im engsten Austausch, den man sich vorstellen kann", erklärte der Sportdirektor über die Gespräche mit Sander. "Die Entwicklung der letzten Monate und Wochen ist meiner Meinung nach atemberaubend. Das kann sich sehen lassen. Und genau deshalb wollen wir diesen Weg weitergehen."
Auch aus den Reihen der Führungsspieler kommt Unterstützung für eine Zukunft mit dem Tandem Sander/Ibold. "Ich liebe die Jungs im Trainerteam", sagte Baris Atik nach dem Sieg in Kiel: "In so einer Phase zu kommen, uns zu vertrauen, Spaß reinzubringen und alles zu tun, dass der Verein in der Liga bleibt - Mega-Respekt dafür. Unsere DNA ist wieder zurückgekommen. Sie haben uns extrem gutgetan und werden uns hoffentlich auch weiter gut tun."