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Was wurde eigentlich aus Rapid-Flop Vennegoor of Hesselink?

kicker

Seine Visitenkarte war schon beeindruckend: PSV Eindhoven, Celtic Glasgow, Hull City. In anderen Worten: Tore wie am Fließband in der Eredivisie, Schlachten in der Scottish Premiership und Duelle auf höchstem Niveau in der Premier League. Doch seine wahre Bühne war eine andere - größer, lauter, elektrisierender: die UEFA Champions League. Unglaubliche 41 Mal lief der 1,91 Meter große Mittelstürmer in der Königsklasse auf. Und dann dieser eine Moment im Achtelfinale 2007/08: Celtic Park, Flutlicht, Gänsehaut und sein Treffer gegen den FC Barcelona. Das Stadion explodierte, Barca war angezählt, feierte am Ende aber dennoch den Aufstieg.

Als Rapid im Sommer 2010 überraschend die Möglichkeit bekam, den Torjäger ablösefrei nach Wien-Hütteldorf zu lotsen, mussten die Verantwortlichen zuschlagen. Und so wurde Vennegoor of Hesselink Anfang August medienwirksam als Königstransfer präsentiert, im Beisein von Trainer Peter Pacult und Sportdirektor Alfred Hörtnagl. Doch von Erfolg gekrönt sollten die folgenden Monate für Rapids Nummer 10 nicht werden.

"Wenigtor of Hesselink"

Denn Vennegoor of Hesselink stand für Grün-Weiß lediglich 13 Mal auf dem Platz und steuerte vier Treffer bei - zu wenig für einen Spieler seiner Reputation und vor allem zu wenig für einen Spieler seiner Gehaltsklasse. Immer wieder hatte der Stürmer mit Muskelverletzungen zu kämpfen. Als nach zahlreichen Faserrissen Anfang Mai der Muskel plötzlich gänzlich durch war, entschied sich Rapid, die Reißleine zu ziehen und löste den Vertrag mit ihm im Juni 2010 vorzeitig auf.

Viele Anhänger erinnern sich heute wohl eher kopfschüttelnd an sein kurzes Gastspiel in Wien-Hütteldorf. In Fan-Kreisen taufte man ihn süffisant "Wenigtor of Hesselink". Ein Spitzname, der hängenblieb - ebenso wie das enttäuschende Gefühl, dass dieser Transfer nie zünden wollte.

Zurück nach Eindhoven

Bevor Vennegoor of Hesselink 2012 seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel hängte, kehrte er im November 2010 - nach einigen Monaten Vereinslosigkeit - zu PSV Eindhoven zurück. Nach dem Ende seiner Profi-Laufbahn verschwand er voerst von der Bildfläche. 2014 heuerte er bei PSV als Scout an und wurde vier Jahre später zum Chef der Scoutingabteilung ernannt. Heute ist er bei seinem Herzensklub als Assistent des Sportdirektors tätig.