Das rechte Knie sieht lädiert aus und wird während des Trainings auch schon mal behandelt. "Es ist nichts Schlimmes, ich hatte eine kleine Kniereizung", erzählt Nelson Weiper. Es ist das Gelenk, an dem er sich in der Saison 2023/24 zweimal operieren lassen musste.
Eine Trainingspause war wegen der Reizung bisher nicht vonnöten. Im Testspiel gegen den österreichischen Drittligisten SV Seekirchen (5:0) am Freitag wurde Weiper jedoch geschont. Am Dienstag gegen Crystal Palace (14 Uhr, Hans-Ludwig-Stadion bei Salzburg) soll er nun 60 Minuten spielen.
Wiedersehen mit Mateta
Dabei gibt es für Mainz 05 ein Wiedersehen mit Jean-Philippe Mateta, der im Januar 2021 vom FSV zu Crystal Palace wechselte und sich inzwischen in der Premier League durchgesetzt hat. Weiper, der seit 2012 für Mainz spielt und früher Balljunge war, hat Mateta in der Mewa-Arena spielen sehen: "Ich habe immer auf die Stürmer in Mainz geschaut, Mateta, Shinji Okazaki, die waren alle gut.” Bei Mateta könne man sich auf jeden Fall einiges abschauen. "Er ist sehr wuchtig und hat einen guten Körper, den er gut einsetzt", sagt er anerkennend.
Weiper arbeitet daran, ähnliche Sphären zu erreichen, und will in der neuen Saison den nächsten Schritt machen: "Mein Ziel ist es, mehr Spielzeit zu bekommen und Stammspieler zu werden." 2024/25 spielte er bei 23 Bundesligaeinsätzen nur siebenmal von Anfang an.
Damals hatte er aber auch noch Jonathan Burkardt vor sich, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt gewechselt ist. Burkardt hatte auch die Rolle des Mittelstürmers inne, die Weiper auf den Leib geschrieben ist. FSV-Zugang Benedict Hollerbach könnte ihn dabei aus der Tiefe kommend unterstützen.
Weiper will an seinen U-21-Weg anknüpfen
Weiper will einen ähnlichen Weg gehen, wie bei der U-21-Europameisterschaft. Zu Beginn des Turniers war er nur Ergänzungsspieler, am Ende hat er sich mit vier Toren und sechs Einsätzen aus der Slowakei verabschiedet. Daran will er nun bei seinem Klub anknüpfen.
Nachdem er in der Hinrunde in Mainz nur Einwechselspieler war, machte der Spieler im zweiten Halbjahr der Saison mit drei Bundesligatreffern noch von sich reden. "Gegen Stuttgart durfte ich von Anfang an spielen und es war extrem wichtig, dass ich da ein Tor gemacht habe", erinnert er sich.
In der Zwischenzeit hatte Weiper einen Lernprozess durchlaufen. "Der Trainer hat immer zu mir gesagt, dass er mich aufgrund meines Talents gerne spielen lassen würde, ich aber noch mehr gegen den Ball machen und mehr Gas geben muss. Ich dachte, ich würde schon alles geben, aber er hat noch ein paar Prozente rausgekitzelt", betont Weiper.
Im Winter stand sogar eine Ausleihe zur Debatte, doch mittlerweile ist der Stürmer froh, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Sein Vertrag läuft noch bis 2026. "Es gibt Gespräche, aber sie sind noch nicht so weit, dass ich unterschreibe. Ich will auch einfach erst mal schauen, wie viel Spielzeit ich bekomme", skizziert Weiper seinen Plan.