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Weniger Last für Bozic: Marx avanciert zum Chemnitzer Hoffnungsträger

kicker

Neue Mannschaft, alte Ziele: CFC-Trainer Benjamin Duda (37) will mit der Chemnitzer Mannschaft dort anknüpfen, wo sie Mitte Mai aufgehört hat. "Unsere Auftritte waren geprägt von Klarheit, Entschlossenheit, einer nach vorn ausgerichteten Spielweise. In den ersten Tagen wird es darum gehen, diese Art und Weise unseres Spiels den Neuen zu implementieren und für den gesamten Kader zu festigen", betont der Fußball-Lehrer. Seit Mittwoch stehen die Chemnitzer wieder auf dem Trainingsplatz. Zehn Spieler verließen den Verein, der Mitte März (0:1 bei Hertha Zehlendorf) in der Liga letztmals verlor. Sechs Neue kamen.

Nach welchen Gesichtspunkten wählten Trainer Duda und Sportdirektor Chris Löwe (36) diese Spieler aus? "Sie sollen Eins-gegen-Eins, Eins-gegen-Zwei dribbeln können. Sie sollen eine außerordentliche Schnelligkeit mitbringen, darüber hinaus Spielwitz, Entscheidungsfreude und Kreativität, um unsere Offensive anzukurbeln", verrät Duda.

Die Offensive der Sachsen kam in der vergangenen Saison schwer in Schwung. Als es in die Winterpause ging, standen die Himmelblauen bei mageren elf Toren. Vier davon erzielte der Ende September nachverpflichtete Jong-Min Seo (23). Der Südkoreaner hat den CFC wieder verlassen, hofft auf einen Wechsel in die zweite oder dritte Liga.

„Wenn Dejan die gesamte Saison für uns gespielt hätte, wäre sicher mehr als Platz 7 herausgesprungen.“ (Sportdirektor Chris Löwe über Angreifer Dejan Bozic)

Erst als der monatelang verletzte Torjäger Dejan Bozic (32) zu Jahresbeginn auf den Rasen zurückkehrte, legte das Duda-Team im Angriffsspiel zu, wurde torgefährlicher und erzielte insgesamt 27 Treffer. Neun davon gingen auf das Konto von Bozic. "Wenn Dejan die gesamte Saison für uns gespielt hätte, wäre sicher mehr als Platz 7 herausgesprungen", betont Löwe.

Was auffällt: Die Chemnitzer verpflichteten in diesem Sommer verstärkt Spieler für den Offensivbereich. "Elf Tore bis zur Winterpause, das war bisschen wenig. Wir haben versucht, die Gefährlichkeit nach vorn in der Breite zu erhöhen. Dass es nicht nur an Dejan hängt, sondern dass wir vielleicht drei, vier Angreifer haben, die einspringen können", erklärt Löwe. Er verweist auf die Flexibilität der Neuzugänge: "Sie geben uns die Möglichkeit, im Spielsystem bisschen zu schieben. Das ist bei dem kleinen Kader, den wir haben werden, ganz gut."

Große Hoffnungen ruhen auf Jonas Marx, der vom FC Eilenburg kam und elf Tore in elf verschiedenen Spielen erzielte. Der 20-Jährige wurde unter anderem vom westsächsischen Rivalen FSV Zwickau umgarnt. Am Ende machte der CFC das Rennen. Laut Löwe ("Was das Geld angeht, gehören wir nicht zu den Top 6 der Liga") lag das nicht am finanziell besseren Angebot, wie es über verschiedene Medien aus dem Zwickauer Umfeld kolportiert wurde. "Wir müssen uns finanziell an klare Rahmenbedingungen halten. Umso erfreulicher war es, dass sich ein junger und talentierter Spieler wie Jonas trotz mehrerer Optionen bewusst für die sportliche Perspektive bei uns entschieden hat", betont der Sportdirektor.

Löwe sieht Marx keineswegs als Bozic-Backup: "Mit seinen elf Treffern hat Jonas gezeigt, dass er in dieser Liga den Unterschied ausmachen kann. Das soll er in der kommenden Saison unter Beweis stellen, und zwar als weitere Option für unsere Offensivreihe. Jonas kann auch gemeinsam mit Dejan auf dem Platz stehen."

Auch der siebte Neuzugang könnte ein Offensiver sein. Martial Ekui vom Oberligisten Bayern Hof trainiert seit dem ersten Tag zur Probe mit. Der 21-Jährige soll gute Chancen besitzen, ein Arbeitspapier in Chemnitz zu erhalten.