Das Thema Nick Woltemade und FC Bayern ist keines mehr. Dennoch bleiben reichlich Fragen offen. Zum Beispiel, wie es mit dem Stuttgarter Stürmer weitergeht und wer ihm nachfolgen könnte, wenn er spätestens im nächsten Sommer wechseln sollte.
Spätestens 2026 beginnt das Feilschen von vorne
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich der VfB der nächsten Abwerbeversuche wird erwehren müssen. Egal, ob aus der Bundesliga und vom deutschen Rekordmeister oder aus dem Ausland. Spätestens 2026 dürfte im Normalfall das Feilschen um den Jungnationalspieler von vorne beginnen. Und höchstwahrscheinlich anders enden.
Mit dieser Erwartung machen sich die Stuttgarter Verantwortlichen logischerweise heute schon ihre Gedanken. Wie soll und würde man Woltemade ersetzen? Wer käme für dieses Spielerprofil infrage? Entsprechend wird bereits nach einem Nachfolger, einem großen Strafraumspieler, Ausschau gehalten. Und dabei sind die Schwaben auf den Mainzer Nelson Weiper gestoßen.
Parallelen bei Woltemade und Weiper
Der 20-Jährige, der mit Woltemade bei der U-21-Europameisterschaft für Deutschland stürmte, erfüllt alle Parameter, die dem Traditionsklub wichtig sind: jung und talentiert, dazu am besten deutschsprachig und bundesligaerfahren - und günstig, weil im Sommer 2026 ablösefrei. Mit seinen 1,92 m und 83 kg ist der Mainzer mit seiner Statur zudem fast eine Kopie Woltemades (1,98 m, 90 kg), den der Pokalsieger vor einem Jahr ablösefrei von der Weser an den Neckar geholt hat. Der Bremer weigerte sich 2023/24, wie Weiper heute, seinen ein Jahr später endenden Kontrakt zu verlängern.
Die Folge diesmal: Das Tischtuch zwischen dem Mainzer Eigengewächs, das sich im Alter von sieben Jahren den Rheinhessen anschloss und zum Bundesliga- und U-21-Nationalspieler aufgestiegen ist, scheint aktuell zerschnitten zu sein. Bereits beim DFB-Pokalerfolg bei Dynamo Dresden (1:0) fehlte der Angreifer im FSV-Kader. Beim Conference-League-Play-off-Hinspiel in Trondheim gegen Rosenborg ist Weiper erneut nicht dabei. Offensichtlich plant man nicht mehr mit dem Jungprofi und will unbedingt eine Ablösefreiheit verhindern.
Die zweistellige Millionenablöse schreckte den VfB erstmal ab
Stuttgart, das schon in diesem Sommer ein potenzieller Interessent wäre, wurde mit Blick auf eine im Raum stehende zweistellige Millionen-Ablösesumme erst einmal abgeschreckt. Zudem ist der Woltemade-Wechsel vom Tisch und ein akuter Handlungsdruck nicht mehr gegeben.
Nach dem Ende der wochenlangen Unklarheit zwischen VfB, Spieler und FC Bayern ist man in Stuttgart mittlerweile bemüht, die Enttäuschung des Zum-Bleiben-Gezwungenen zu mindern. Womöglich auch mit einer Gehaltserhöhung, wie sie schon im Vorfeld dieser Irrungen und Wirrungen geplant, aber von Spielerseite abgelehnt worden war. Was logischerweise kaum ohne das Gegengeschäft einer Vertragsverlängerung vorstellbar wäre. Die wiederum unweigerlich die Forderung einer Ausstiegsklausel als Verhandlungsbasis nach sich ziehen dürfte. Nick Woltemade, so scheint es, wird in Stuttgart weiterhin für Diskussionen sorgen.