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Wirklich ein "Traumstart"? Joao Pedro kann sich "nur entschuldigen"

kicker

Einen Teil seiner stolzen Ablöse - er kam für stolze 64 Millionen Euro von Brighton & Hove Albion - hat Joao Pedro am Dienstag bereits wieder eingespielt. Mit einem mehr als ansehnlichen Doppelpack schoss der Brasilianer seinen neuen Klub Chelsea ins Finale der Klub-WM.

Das bedeutete nach den Leistungsgeldern der FIFA weitere 30 Millionen US-Dollar für den Finaleinzug. Krönt Joao Pedro die Blues am Sonntag zum neuen Klub-Weltmeister, fließen weitere zehn Millionen US-Dollar in die Kassen des Premier-League-Klubs.

Nach Abpfiff sprach Joao Pedro, der bei seinem Chelsea-Debüt im Viertelfinale gegen Palmeiras von der Bank gekommen war, wenig verwunderlich von einem "Traum", der zum Start bei seinem neuen Verein wahr wurde. Doch war er das wirklich? Der in Sao Paulo geborene 23-Jährige entstammt ausgerechnet der Jugend von Fluminense. "Als ich jung war, hatte ich nichts", erklärte er in der Mixed Zone mit dem Spieler-des-Spiels-Award in der Hand: "Sie haben mir alles gegeben. Sie haben mich der Welt gezeigt. Ich bin nur hier, weil sie an mich geglaubt haben."

Die Flu-Fans traf Joao Pedro mitten ins Herz. Nach seinen Toren sagten Mimik und Gestik in Richtung der brasilianischen Anhänger eigentlich schon alles. "Ich weiß, wie wichtig dieses Turnier für sie ist. Ich kann mich nur entschuldigen. Aber ich muss auch Profi sein, ich spiele für Chelsea und sie bezahlen mich dafür, Tore zu schießen."

Vergangene Woche noch am Strand

Das klappt schon erstaunlich gut. Obwohl Joao Pedro nach eigener Aussage in der vergangenen Woche noch "mit Freunden in Brasilien am Strand war und das Essen genossen" hatte. Weil Chelsea ihn umgarnte, hielt er sich bewusst mit einem Privattrainer fit. Um für den Ernstfall bereit zu sein. "Ich wusste ja, dass Chelsea Interesse hat."

Die Verantwortlichen dürften es schon jetzt nicht bereut haben, Joao Pedro mit einem Achtjahresvertrag bis 2033 (!) ausgestattet zu haben. Cheftrainer Enzo Maresca zumindest bilanzierte zufrieden: "Er hat heute gezeigt, wie gut er ist - aber das ist erst der Anfang."

Eine noch größere Bühne wird sich Joao Pedro am Sonntag bieten, wenn mit Paris entweder der amtierende Champions-League-Sieger oder mit Real der Champions-League-Rekordsieger im Endspiel wartet. Dann braucht es auch keine entschuldigenden Gesten mehr.