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WM-Alarm in Schweden - Isak gibt umstrittenes Comeback und äußert sich nebulös

kicker

Wer sich noch einmal vor Augen führen möchte, wie teuer Alexander Isak in diesem Sommer war, muss sein Preisschild nur mal kurz in seine heimische Währung umrechnen. Für rund 1,6 Milliarden schwedische Kronen wechselte der Angreifer von Newcastle nach Liverpool. Sein Nationalteam profitierte zum Auftakt in die WM-Qualifikation aber nicht davon, den teuersten Spieler der Premier-League-Geschichte in seinen Reihen zu haben. Vielmehr herrscht Alarmstimmung.

Dem 2:2 in Slowenien nach einem Gegentor in der Schlussminute folgte am Montagabend eine ernüchternde 0:2-Niederlage beim Weltranglisten-95. Kosovo. Der Viertelfinalist der WM 2018, derzeit die Nummer 29 der Welt, droht das Turnier 2026 zu verpassen. In der Quali-Gruppe B liegt die Schweiz mit sechs Punkten vorn, und gegen die muss Schweden unter anderem noch zweimal antreten.

Rexhbecaj bringt Kosovos Coup auf den Weg

Von einem Team, das mit Isak (144 Millionen Euro), Viktor Gyökeres (für ca. 65 Millionen Euro zu Arsenal) und Anthony Elanga (für ca. 60 Millionen Euro zu Newcastle) seit diesem Sommer über eine rund 270 Millionen Euro schwere Offensivreihe verfügt, darf man mehr erwarten - und tut das in Schweden auch. Aftonbladet schreibt von einem "Fiasko".

Augsburgs Mittelfeldspieler Elvis Rexhbecaj brachte den Coup Kosovos, bei dem auch Florent Muslija (Düsseldorf) und Leon Avdullahu (Hoffenheim) starteten, in der 26. Minute auf den Weg, Routinier Vedat Muriqi traf noch vor der Pause zum Endstand. Und Isak? Der durfte erst ab der 72. Minute mitwirken, was nicht jeder in Schweden verstand.

"Das war die maximale Spielzeit, die ich ihm geben konnte", rechtfertigte sich Nationaltrainer Jon Dahl Tomasson mit Verweis auf die wenigen Trainingseinheiten des 25-Jährigen, der in Newcastle über den ganzen Sommer hinweg praktisch gestreikt und ausschließlich individuell trainiert hatte. Für Isak selbst fühlte sich der Kurzeinsatz "okay" an. Auf die Frage, ob aus Liverpool der Wunsch nach einem Kurzeinsatz gekommen sei, antwortete er: "Nicht, dass ich wüsste."

Nachdem er in Slowenien auf der Bank geblieben war, spielte Isak erstmals seit Mai, Testspiele eingeschlossen, die hatte er nämlich ebenfalls verweigert. Und erstmals sprach er danach auch über das turbulente Transferfenster, in dem er unter anderem Newcastle via Instagram vorgeworfen hatte, Versprechen gebrochen zu haben.

"Es hat nicht jeder das ganze Bild, aber das ist was für einen anderen Tag"

"Es war eine ziemlich neue Situation für mich, aber man lernt immer dazu und entwickelt sich auch neben dem Platz mental weiter", meinte er am Dienstag und beließ es ansonsten nur bei nebulösen Andeutungen. "Es ist, wie es ist. Es hat nicht jeder das ganze Bild, aber das ist was für einen anderen Tag. Ich kann nicht alles kontrollieren, was gesagt oder geschrieben wird. Aber ich bin froh, dass ich Liverpool-Spieler geworden bin. Das war mein Wunsch, darüber bin ich glücklich." Und jetzt sei es einfach schön, sich jetzt wieder ganz auf den Fußball konzentrieren zu können.

Am Sonntag (15 Uhr, LIVE! bei kicker) könnte er in Burnley erstmals für Liverpool auflaufen. Gut möglich, dass ihm auch Arne Slot erst einmal nur einen Jokereinsatz gewährt.