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Würzburg dreht die Stellschrauben: Unberechenbarkeit als Meisterschlüssel?

kicker

Als Winter-Neuzugang Martin Thomann, dessen Vertrag beim Drittligisten FC Schweinfurt 05 nach langen Querelen und einer zwischenzeitlichen Suspendierung erst vor wenigen Wochen aufgelöst wurde, am Montag seine erste Trainingseinheit bei den Würzburger Kickers gerade beendet hatte, sprach er gleich einmal klar und deutlich aus, wie die Ansprüche bei seinem neuen Klub sind. "Das ist das Ziel", so Thomann über eine mögliche Würzburger Drittliga-Rückkehr im Sommer.

Und die sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer 1. FC Nürnberg II? "Das ist nicht so viel, dass wir das nicht aufholen könnten. Ich bin optimistisch, dass wir das schaffen."

Thomann soll für Variabilität sorgen - Intensivere Einheiten

Dafür ist schließlich auch er geholt worden. Der 31-jährige Flügelstürmer soll mit seiner Dynamik für mehr Variabilität im Kickers-Offensivspiel sorgen. Man habe die bisherige Saison eingehend, auch mit Hilfe von Daten, analysiert, verrät Sportdirektor Sebastian Neumann. Eine der Schlussfolgerungen daraus: die Kickers wollen im Spiel mit dem Ball weniger leicht ausrechenbar sein. Daran gelte es nun zu arbeiten. Vielleicht auch einmal mit zwei, statt nur einem zentralen Angreifer könne das Team in Zukunft agieren, kündigt Neumann an.

Eine andere Erkenntnis, aus der Daten-Analyse: das Team hat körperlich noch Luft nach oben. "Die Intensität in den Trainingseinheiten sollte höher werden", findet Neumann. Ein klarer Auftrag also auch an Trainer Marc Reitmaier, der die Herausforderung annimmt: "Wir haben in der bisherigen Saison eine gute Basis geschaffen, jetzt wollen wir darauf aufbauen" Ihm sei das kraftintensive Gegenpressing in manchen Phasen der bisherigen Saison auch zu kurz gekommen.

Gefühlter Neuzugang Zejnullahu

In Zukunft soll möglichst auch wieder Eroll Zejnullahu eine tragende Rolle spielen. Der als Schlüsselspieler verpflichtete Ex-Bayreuther hat zwar zehn Saisonspiele absolviert, konnte aufgrund von Verletzungen seine Klasse bislang noch zu selten gewinnbringend für den Tabellendritten einbringen.

"Ich sehe ihn als gefühlten Neuzugang", so Neumann über den Mittelfeldspieler, der allerdings auch in der ersten Trainingswoche wegen jener Entzündung im Fersenbereich, die ihn bereits im November kaltgestellt hatte, aussetzen muss. Ex-Bundesliga-Akteur Philipp Ochs und Dion Berisha, beide kamen erst nach Wechselfrist als vertragslose Spieler, sollen nach komplett absolvierter Vorbereitung noch wichtigere Rollen im Kickers-Team einnehmen können. Mit Torhüter Vincent Friedsam, der nach seinem Kreuzbandriss im Frühjahr zuletzt ohne Vertrag war, kehrt noch ein weiterer Spieler zurück und wird sich nun wohl als Torwart Nummer zwei hinter Stammkeeper Johann Hipper einreihen.

Es ist Bewegung im Kickers-Kader - in beide Richtungen. So scheint der eine oder andere unzufriedene Spieler vor dem Absprung zu stehen. Einer der Kandidaten ist dabei der vor anderthalb Jahren aus Worms verpflichtete Flügelflitzer Maximilian Fesser, dessen Einsatzchancen mit der Thomann-Verpflichtung weiter gesunken sind.

Sechs Testspiele und ein Trainingslager auf Mallorca sollen dafür sorgen, dass das Team gleich zum Neustart Ende Februar in Topform ist. Schließlich geht es dann gleich zum Topspiel bei Spitzenreiter 1. FC Nürnberg. Eine richtungsweisende Partie auf die die Kickers schon heute den Fokus richten. "Wir haben ein paar Wochen, um geschärft auf dieses Spiel zu sein", so Reitmaier.