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Zankapfel Güther: Wie ein 15-Jähriger Union und Cottbus entzweit

kicker

Am 1. Juli stellte Union Berlin Linus Güther vor. Einen 15-Jährigen. Ein Top-Talent im Jahrgang 2010 des deutschen Fußballs, das nicht nur bei den Eisernen begehrt war. So weit, so gut.

Die Registrierung des U-15-Nationalspielers beim Berliner Fußballverband als Vertragsspieler ist erfolgt. Das Spielrecht konnte erteilt werden, weil er von Cottbus nicht gemeldet war. Energie Cottbus, der eigentlich abgebende Verein, will den Nachwuchsfußballer aber nicht in die Hauptstadt ziehen lassen und pocht laut RBB 24 auf einen bestehenden Vertrag, der bis 2028 laufen und kein Ausstellungsdatum haben soll. Diesen sollen beide Elternteile unterschrieben haben, der Youngster, der auch keine Kenntnis von dem Vertrag hatte, selbst aber nicht. Wobei ihn Linus' Vater bereits im vergangenen Herbst widerrufen haben soll. Die Cottbuser bestehen laut Präsident Sebastian Lemke allerdings "weiterhin auf die Erfüllung des Vertrags".

Lemke macht gegenüber RBB 24 klar, dass "dem Jungen und den Eltern eine sportliche Perspektive aufgezeigt" wurde, "die ziemlich eindeutig war". Güther sollte langsam ins Training der Profis integriert werden und dort auch so früh wie möglich, also mit dem 16. Geburtstag, in der 3. Liga zum Einsatz kommen.

Vorstellung im Union-Trikot mit der Nummer 10

Mit dem Trikot von Union mit der Nummer 10 hat sich Güther schon auf Instagram gezeigt, zuletzt trug er es auch schon in einem Testspiel der U 17 der Köpenicker. Lemke, der sich gewünscht hätte, "dass Union Berlin sich bei uns dazu meldet", will nun mit Cottbus zivilrechtliche Schritte prüfen.

Union hat den Fall auf TAG24-Anfrage als unproblematisch eingestuft, sich aber weiter dazu nicht geäußert. Mit Güther, der als spielstarker Offensivakteur gilt, wird es nun auf jeden Fall erstmal in Berlin weitergehen. Im Sinne des deutschen Talents bleibt zu hoffen, dass die Sache nicht vor einem Gericht ausgefochten werden muss.