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Zicai nach Wettlauf gegen die Zeit: "Die ersten Tage waren hart"

kicker

Da saßen sie nun am Freitag auf dem Podium in Herzogenaurach, bestens gelaunt. Kein Wunder: Noch vor wenigen Wochen hatten Cora Zicai und Kathrin Hendrich emsig darauf hingearbeitet, dass sie überhaupt hier sitzen konnten.

Weder die Bald-Wolfsburgerin Zicai noch die Noch-Wolfsburgerin Hendrich gehörten zu denen, die schon seit Monaten ihre Packliste für die Schweiz hätten schreiben können. "Es ist kein Geheimnis, dass die Saison in Wolfsburg für mich sehr schwierig war", gab Hendrich zu, "auch weil ich ziemlich lange verletzt war und hier (beim DFB-Team, d. Red.) auch gefehlt habe." Ein "Auf und Ab der Emotionen und Gefühle" mit reichlich Unsicherheit seien die vergangenen Monate gewesen: "Aber ich habe das Ziel nie aus den Augen verloren."

Hendrich wird hinter Minge und Knaak auf ihre Chance warten

Nun geht die Routinierin, die nach dem Turnier in die USA zu den Chicago Stars wechseln wird, als Back-up in ihre dritte EM. 2017 war sie genau das auch schon, 2022 in England hingegen Stammkraft.

"Egal, welche Rolle ich hier haben werde, werde ich sie zu 100 Prozent ausfüllen", stellte Hendrich klar. Hinter der Stamm-Innenverteidigung Janina Minge und Rebecca Knaak wird sie gemeinsam mit Sophia Kleinherne, ihrer Nachfolgerin in Wolfsburg, auf ihre Chance warten. "Ich möchte, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind. Jeder wird seine Rolle bekommen und ich erwarte von jedem einzelnen, aber auch von mir selbst, dass ich 100 Prozent gebe."

Auch für Zicai ist allein die Nominierung für den 23er-Kader ein großer Erfolg. Denn die 20-Jährige hatte just in der letzten Abstellungsperiode vor der EM mit muskulären Problemen zu kämpfen, verpasste somit die Nations-League-Siege über die Niederlande und Österreich.

"Es war für mich ein Schlag ins Gesicht, dass ich verletzt abreisen musste", rekapitulierte Zicai nun, "vor allem, weil noch nicht klar war, wie schwer die Verletzung ist." Sie habe zwar "sehr motivierende Worte" von Bundestrainer Christian Wück mitgenommen. "Aber die ersten Tage waren auf jeden Fall hart." Als es letzten Endes rechtzeitig reichte, sei sie überglücklich gewesen. Nun sei sie "auf jeden Fall voll belastbar".

Im deutschen Aufgebot, das sich zunächst bis Dienstag und dann wieder ab Freitag in Herzogenaurach vorbereitet, nimmt Zicai die Rolle der Vertreterin von Klara Bühl auf dem linken offensiven Flügel ein. Allein ihre Torquote von zwei Treffern in drei Länderspielen spricht jedenfalls für einige Jokerchancen.