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Zieler: "Das ist ein brutal geiles Gefühl"

kicker

Zum dritten Mal innerhalb der vergangenen vier Jahre war der 1. FC Köln im DFB-Pokal in Regensburg gefordert. Beim Jahn wollten die Domstädter in dieser Saison in der 1. Runde unbedingt ihren kleinen Fluch überwinden, nachdem sie dort bei den ersten beiden Auftritten keine guten Erfahrungen machten. Beide Spiele gingen im Elfmeterschießen mit 3:4 verloren - und nach dem 1:1 im Saisonendspurt der vergangenen Zweitligasaison mussten der damalige Trainer Gerhard Struber und der damalige Sport-Geschäftsführer Christian Keller gehen.

Diesmal deutete sich bis tief in die Schlussphase aber nicht an, dass es ein Elfmeterschießen brauchte, um einen Sieger zu finden. "Regensburg hat das gut gemacht. Wir hatten große Probleme, sie ins letzte Drittel zu drücken und dann auch Torchancen zu generieren", lobte Kwasniok den Gegner nach Abpfiff am Sky-Mikrofon.

Spätestens nach Benedikt Bauers Führungstreffer in der 66. Minute "war das ganze Stadion da. Dann hast du gewusst, das wird nur noch über einen glücklichen Sieg gehen am heutigen Tag", so der 44-Jährige. Seinem Team mangelte es bis dato offensiv an zündenden Offensiv-Ideen.

Und so kam es dann auch. Kurz nachdem sich Eric Martel - bereits sichtlich gefrustet - wegen Meckerns eine Gelbe Karte abholte, brach die Nachspielzeit an - und bei den FC-Fans kurz darauf alle Dämme. Erst erzielte Martel den Ausgleich, bevor nur zwei Minuten später Isak Johannesson für die völlige Ekstase sorgte. Jeweils entscheidend beteiligt: Ragnar Ache, der nach seiner Einwechslung als Zielspieler fungieren sollte und bei den Toren per Kopf die Vorlage lieferte.

Kwasniok: Mainz "wird ein völlig anderes Spiel"

"Das ist ganz besonders, das sind Emotionen pur", versuchte Ron-Robert Zieler nach Abpfiff und Jubelarie vor den mitgereisten Anhängern einen Einblick in seine Gefühlslage zu geben. "Wenn man dann zum Jubeln an die Ecke vor den Fans geht, das ist einfach ein brutal geiles Gefühl. Das kann man nicht anders beschreiben", fuhr die etatmäßige Nummer 2 fort. Der Rückkehrer durfte im Pokal anstelle von Marvin Schwäbe im Kasten stehen und übernahm als Vizekapitän dessen Binde.

Was aber nun nimmt der Aufsteiger mit, für den Bundesliga-Auftakt in genau einer Woche beim FSV Mainz 05? "Außer einem geilen Gefühl, im Moment gar nichts, weil es ein völlig anderes Spiel werden wird", meint Kwasniok.

Erst in Mainz "werden wir sehen, wo wir stehen", erklärt Zieler, der den FC für das Comeback-Spiel "ganz gut vorbereitet" sieht. Eine Sache ist für Kwasniok dann aber doch klar: Dass seine Spieler "eine andere, bessere Leistung auf dem Platz bringen" müssen.