Fehlercode: %{errorCode}

Zweites Jahr der Konsolidierung: Für Sandersdorf ist der Klassenerhalt "oberste Prämisse"

kicker

Die SG Union Sandersdorf ist in der Oberliga NOFV-Süd eine von drei Mannschaften, die an den ersten drei Spieltagen schon das komplette Ergebnisspektrum ausgeschöpft haben. Mit den vier Punkten ist Trainer Thomas Sawetzki nach dem 2:1-Auftaktsieg in Wernigerode, dem 2:2 gegen Aufsteiger Heiligenstadt und der 1:3-Niederlage gegen Vizemeister Krieschow nicht unzufrieden. Dennoch wäre für das Team aus Sachsen-Anhalt sogar ein noch besserer Start in die 13. Oberliga-Saison in Folge möglich gewesen.

"Es ist keine Frage, dass du gegen Krieschow mit seiner Offensivqualität verlieren kannst. Aber wir hatten nach dem 1:0 zwischen der 20. und 35. Minute eine gute Phase. Wenn du da das 2:0 machst, wird es für den Gegner schwer, hier etwas mitzunehmen", sagt Sawetzki. Stattdessen spielten ein verschossener Elfmeter und ein Lattentreffer von Sandersdorf den Gästen in die Karten. Bei der SG Union ist das aber ausgewertet und abgehakt. "Wir müssen an der Effizienz arbeiten. Wenn uns das gelingt, wird es einfacher, Punkte zu holen", weiß der Trainer.

Konsolidierung als Hindernis?

Der personelle Umbruch in der Mannschaft mit neun Abgängen und zehn Zugängen erleichtert die Aufgabe nicht. "Wir befinden uns im zweiten Jahr der finanziellen Konsolidierung des Vereins und müssen eher kleinere Brötchen backen. Aber wir haben in der vergangenen Saison ein ordentliches Jahr gespielt und wollen daran anknüpfen", erklärt Sawetzki. Der sportliche Leiter Torsten Lehmann sieht Union Sandersdorf dafür personell gut aufgestellt: "Wir haben für unsere Möglichkeiten eine spielstarke Mannschaft mit viel Entwicklungspotenzial zusammen."

Das seit Jahren eingespielte Team Lehmann/Sawetzki hatte schon vor der Sommerpause einen Großteil der Neuzugänge klargemacht. Sandersdorf ist sich dabei treu geblieben und baut vorwiegend auf Kicker aus dem Raum Leipzig und Halle, bei denen der Verein unter anderem mit seiner guten Infrastruktur punkten kann. "Wir wollen Perspektivspieler entwickeln und hoffen, dass sie sich in der Liga etablieren können", erklärt Lehmann. Dass es mit der sehr jungen Truppe Rückschläge geben wird, ist allen bewusst. "Die oberste Prämisse ist erst einmal der Klassenerhalt", sagt der Trainer.

An seiner Art und Weise, Fußball spielen zu lassen, will Sawetzki auch mit den vielen neuen Gesichtern nicht viel ändern. "Das Grundkonzept ist, mit einer richtig fitten Mannschaft mutig den Gegner anzulaufen und offensiv zu verteidigen", erklärt der 44-Jährige, der mit Kapitän Maximilian Schwabe (28) und Abwehrspieler Sebastian Seifert (39) auch zwei erfahrene Leute im Team weiß. Ein Stück weit ist es aber auch das Anliegen der Sandersdorfer, die Stärken und Fähigkeiten der jungen Wilden auf den Platz zu bringen. "Wir haben jetzt ein paar antrittsschnelle Jungs für richtig gute Umschaltmomente", sagt der Trainer. Ferner setzt er auf taktische Flexibilität. Er hat seine Mannschaft nicht nur für ein 4-2-3-1 oder 4-4-2 geschult, sondern lässt mitunter auch mit Dreierkette spielen. "Das richtet sich zum einen immer danach, welche Spieler ich zur Verfügung habe und zum anderen, welcher Gegner auf uns wartet", so Sawetzki.