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"Überhaupt kein Konzept": Flensburg trennt sich vor Altona-Spiel von Fröhling

kicker

"Viele sehen nur die Ergebnisse", stellte Harald Uhr Mitte Mai dieses Jahres fest. Der Finanz-Geschäftsführer des SC Weiche Flensburg 08 begründete seinerzeit die Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Torsten Fröhling bis 2027, obwohl der Verein in der Regionalliga Nord lange in großer Abstiegsgefahr schwebte.

Blickt man jetzt auf die Ergebnisse, steht Weiche 08 eigentlich relativ okay da. Tabellenplatz 10, mit sechs Punkten aus sechs Spielen, sind wohl auch in Flensburg kein Anlass für ausschweifende Ekstase, aber mit 16 erzielten Treffern stellt man immerhin die viertbeste Torfabrik der Liga. Die Kehrseite: Hinten schlug es bereits 15-mal ein, was Fröhling dieser Tage erst kritisierte.

Die Aufgabe, den Flensburger Abwehrverbund zu neuer Stabilität zu führen, liegt fortan in den Händen eines anderen. Wie der SC Weiche in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bekanntgab, habe man sich mit sofortiger Wirkung vom 59-jährigen Coach getrennt. Fröhling übernahm am 13. November 2023 bei Weiche 08.

"Der SC Weiche Flensburg 08 bedankt sich bei Torsten Fröhling für seine geleistete Arbeit sowie seinen Einsatz in den vergangenen mehr als eineinhalb Jahren und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute", ist einem kurzen Statement auf den vereinseigenen Kanälen zu entnehmen. Genaue Hintergründe, und auch, wer am Samstag beim Punktspiel bei Altona 93 auf der Bank sitzt, blieb Deutschlands nördlichster Regionalligist in dieser Mitteilung schuldig.

Das örtliche Portal SHZ berichtet, dass Uhr und Sport-Geschäftsführer Dominique Natusch die Mannschaft als total verunsichert wahrgenommen hätten. Zudem habe die Vereinsführung "überhaupt kein Konzept" erkennen können. Das Altona-Spiel wird indes vom bisherigen Fröhling-Assistenten Tim Wulff gecoacht.