Mehr als 200 Fans des DHB-Teams waren im Kedelhuset, ganz in der Nähe des Mannschaftshotels, um sich in lockerer Atmosphäre mit dem DHB auszutauschen, dann aber auch ein abwechslungsreiches Abendprogramm zu genießen.
"Es ist so wichtig, dass ihr alle da seid. Die Spieler haben nach dem ersten EM-Spiel gegen Österreich von einem Heimspiel in Herning geschwärmt. Das haben wir euch zu verdanken, vielen Dank dafür", sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des DHB: "Daher ist für uns es sehr wichtig, euch zu diesem Fantag zu begrüßen."
Quizgöttin Filter
Der neue Fanbeauftragte Dominik Buik („Wir wollen euch heute was zurückgeben“) führte dann durch das Fanquiz mit Fragen rund um den DHB, seine Mannschaften und seine Erfolge - und das hatte eine überraschende Siegerin: Nationaltorfrau Katharina Filter, die ihren ersten Preis aber an den Zweitplatzierten weitergab.
Dass die WM-Silbermedaillengewinnerin, die für den dänischen Spitzenklubs Team Esbjerg aufläuft, beim Fantag war, hatte einen Grund: sie war Teilnehmerin einer Talkrunde mit Weltmeister und DHB-Markenbotschafter Oliver Roggisch sowie Ex-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen, der die EM als ZDF-Experte begleitet. Moderiert wurde die kurzweilige Runde von DHB-Medienchef Tim Oliver Kalle.
Roggisch warnt vor Spanien
"Die Jungs haben im Angriff noch Luft nach oben. Vielleicht sollten die nicht so oft aufs leere Tor werfen, sondern einen richtigen Gegenstoß oder zweite Welle laufen, das klappt besser", sagte "The Rogg" mit Blick auf das Auftaktspiel gegen Österreich (30:27), meinte als Abwehrspezialist aber auch: "Die Abwehr und Torwart Andi Wolff waren überragend."
Für Christophersen ist entscheidend, dass die DHB-Auswahl dieses Jahr ohne Verletzte und Erkrankte ins Turnier geht, und: "Die Abwehr stellt dieses Jahr eine Riesenbasis, auch weil mit Matthes Langhoff und Tom Kiesler zwei weitere Spezialisten dabei sind. Der Angriff ist ausbaufähig, und auch von der Siebenmeterlinie müssen wir unsere Chancen besser nutzen. Aber für die weiteren Partien gegen Serbien und Spanien mache ich mir wenig Sorgen." Das sieht Roggisch anders: "Spanien wird sich erheblich steigern, die werden gegen uns deutlich besser spielen.“
Zudem hofft Roggisch darauf, dass die Mannschaft jetzt und 2027 "die Welle trifft wie 2016", als der damalige Bundestrainer Dagur Sigurdsson das "Bad-Boys"-Motto ausgab. "Ich musste damals Dutzende Poster laminieren, mit den Detroit Pistons, von denen Bad Boys ja kam, und sie auf die Zimmer verteilen", erinnert sich Roggisch.
Digitaler Austausch
Wie wichtig Social Media heutzutage für den Handball ist, auch da waren sich alle Beteiligten einig: "Wir müssen die jungen Fans erreichen, sie sind unsere Zukunft", sagte Roggisch. "Der digitale Austausch mit den Fans ist heute enorm wichtig geworden, die Leute sitzen ja eher am Handy als vor dem Fernseher", meinte Filter.
Im Anschluss an die Talkrunde konnten die 200 Fans dann noch Autogramme und Selfies mit den Nationalspielern Johannes Golla, Miro Schluroff und Justus Fischer sowie Filter und Roggisch sammeln. "Wir wollen euch eine Freude mit diesem Abend machen", sagte Kapitän Golla, Schluroff bedankte sich für den tollen Rückhalt.
Justus Fischer meinte: "Ohne euren Support sind die Spiele nur halb so schön." Das griff auch Roggisch auf: "Die Jungs spielen nicht wegen des Geldes, sondern für euch. Also gebt weiterhin Vollgas, dann werden wir diese EM rocken." Und damit der deutsche Block auch einheitlich auftritt, verteile Dominik Buik zum Abschluss auch Hunderte neue, weiße Fanshirts mit dem DHB-Motto "Wir. Ihr. Alle" an die Besucher.
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