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BVB erobert Tabellenspitze nach Sieg gegen Blomberg

kicker

Die Abwehr der Gäste stand dicht, sodass Alina Grijseels erst nach dreieinhalb Minuten das Blomberger Bollwerk erstmals knacken konnte. Da auch die BVB-Defensive sicher stand, waren Tore zunächst Mangelware. Nach zehn Minuten stand es gerade mal 5:5, darunter zwei Siebenmeter-Treffer von Alina Grijseels. Zwei Fehler und ein schwaches Rückzugsverhalten des BVB nutzte Blomberg zu zwei schnellen Gegentreffern. Nach knapp 13 Minuten führten die Gäste mit 9:7.

Es entwickelte sich ein Spiel, das den hohen Erwartungen standhielt: intensiv, manchmal auch ruppig, laut, hektisch, mit einer überragenden Alina Grijseels im Rückraum und einer ebenso starken Torfrau Sarah Wachter, die Schwarzgelb im Rennen hielt.

BVB in doppelter Unterzahl

Der BVB überstand zwischen Minute 15 und 20 eine doppelte Unterzahl. BVB-Coach Henk Groener brachte Guro Nestaker, die sofort mit zwei Toren in Folge zum 11:11 ausglich. Nach 25 Minuten schaffte die junge Lara Egeling mit ihrem zweiten Treffer den Anschluss zum 12:13, Sekunden später glich Deborah Lassource zum 13:13 aus. Die Halle war wieder da, konnte aber nicht verhindern, dass Ona Vegue Pena vier Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auf 15:14 für Blomberg erhöhte.

Nach dem Seitenwechsel kam der BVB besser aus der Kabine. Obwohl Blomberg Anwurf hatte, legten die Borussinnen in den ersten vier Minuten durch Tore von Alina Grijseels, Alieke van Maurik und Lara Egeling zum 17:16 vor. In Unterzahl schaffte Emma Olsson das 19:16, sodass der BVB zum ersten Mal mit drei Toren vorne lag.

Dortmund hält den Vorsprung

Der Vorsprung hielt sich konstant, weil Dana Bleckmann besser in Fahrt kam, Emma Olsson am Kreis mit unglaublichem Körpereinsatz agierte und Sarah Wachter im BVB-Tor zur schier unüberwindbaren Hürde wurde. Als Lara Egeling von Linksaußen ihren dritten Treffer im Blomberger Tor versenkte, führte der BVB mit 22:18 (40.).

Der BVB gab weiter Gas, ließ in der Abwehr nichts anbrennen und blockte mit vereinten Kräften immer wieder Blombergs Nieke Kühne. Emma Olsson wühlte sich am Kreis durch und erhöhte auf 23:18 (43.). Entschieden war damit noch nichts. Als Henk Groener nach 47 Minuten beim Stand von 24:21 zur Auszeit bat, forderte er ein noch aggressiveres Abwehrspiel. Zunächst aber erhöhte Guro Nestaker mit einem tollen Rückraumtor auf 25:21 (49.).

Und so ging‘s auch in die Crunchtime: Blombergs Coach Steffen Birkner wählte die taktische Variante mit sieben Angreiferinnen. Das zahlte sich nicht aus, denn Emma Olsson und Dana Bleckmann erhöhten auf 27:22 (53.), Kelly Vollebregt auf 28:22. Zumindest eine Vorentscheidung war damit sechs Minuten vor Schluss gefallen. Als Lara Egeling eine winzige Lücke zum 29:22 (56.) nutzte und Sekunden später Torfrau Sarah Wachter ins leere Blomberger Tor zum 30:25 traf, war die Partie entschieden.

Am Ende spannender 60 Minuten stand ein verdienter 31:26-Sieg für den BVB.

Borussia Dortmund - HSG Blomberg-Lippe 31:26 (14:15)

Borussia Dortmund: Szikora, Wachter (12 P., 1); Grijseels (8), Antl, Van Maurik (2), Kamp, Lassource (2), Husebo, Olsson (4), Vollebregt (3), Nestaker (3), Egeling (5). Bleckmann (3), Menne

HSG Blomberg-Lippe: Veith (2 P.), Lepschi (1 P.), Roth (8 P.); Rüffieux, Jacobsen (1), D. Magnúsdóttir (2), Kühne (5), Mühlner (3), Vegué (9), Bucher, Sandberg (1), Hauf, E. Magnúsdóttir (1), Njinkeu (4)

Zuschauer: 1520 (Sporthalle Wellinghofen, Dortmund)Schiedsrichter: Gimmler / RipsStrafminuten: 6 / 62