"Das ist eigentlich völlig wahnsinnig", blickte David Späth nach dem Endspiel auf den Verlauf dieser Handball-EM. "Wenn Du überlegst, dass wir vor zwei Wochen hier noch standen und darüber geredet haben, dass wir vielleicht rausfliegen können ... und jetzt stehen wir hier im Finale", so der Torhüter der Rhein-Neckar Löwen.
"Das war heute wieder ein Fight", stellte Späth fest. "Klar hat es Kroatien dann gut gemacht, hat es nochmal eng gemacht, aber dafür sind sie ja bekannt, dass sie kämpfen ohne Ende", so der Torhüter angesichts einer am Ende schmelzenden Führung. "Wir sind cool geblieben und stehen jetzt, glaube ich, völlig verdient im Finale."» Geschlossen ins EM-Finale: Einzelkritik der DHB-Auswahl zum Halbfinale gegen Kroatien
"Diese Körpersprache. Das war Wahnsinn"
"Ich glaube, die erste Halbzeit war völlig ausgeglichen, konnten uns dann gegen Ende absetzen", so der Torhüter, der die Partie heute auf der Bank verfolgte, da Andreas Wolff überzeugte - und zum Ende als "Player of the Match" ausgezeichnet wurde. Aus einem 12:13 machte die DHB-Auswahl ein 15:13 und nahm ein 17:15 mit in die Kabine.
"Und dann haben wir einfach unser Ding durchgezogen", erklärte Späth und überschlug sich angesichts gut sieben Minuten ohne Gegentor im Lob für die Defensive: "Was die komplette Abwehr abgerissen hat, und vor allem auch was 'Fischi' (Justus Fischer, Anm. d. Red.) in dieser Zeit abgerissen hat - keine Ahnung, acht Blocks gefühlt. Da war alles da. Und diese Körpersprache. Das war Wahnsinn."
"Sind noch nicht am Ziel"
"Dann haben wir uns ein Polster aufgebaut, was Kroatien nicht mehr aufholen konnte", befand der Torhüter. Über ein 22:16 zog Deutschland beim 26:19 auf sieben Tore davon. "Das war wirklich überragend", so Späth, der anfügte: "Von der 30. bis zur 45. Minute war das Wahnsinn. Eine Wahnsinnsleistung von uns in der Abwehr und dann sind wir vorne konsequent gewesen."
Kroatien kam noch einmal auf, doch die DHB-Auswahl hielt Kurs, setzte in den entscheidenden Momenten ihre Treffer und steht nach dem 31:28-Erfolg nun im EM-Finale 2026.
David Späth: "Wir schauen, was jetzt beim zweiten Spiel passiert und egal wer kommt, wir gehen mit breiter Brust rein. Wir sind noch nicht am Ziel." Der 23-Jährige ergänzte: "Also klar sind wir jetzt zufrieden, aber wir werden alles reinwerfen, um uns den Titel zu holen."
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