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David Späth: "Ich bin kein Jugendspieler mehr"

kicker

"Ich kenne meine Stärken und ich bin kein Jugendspieler mehr", berichtet David Späth selbstbewusst vor der bevorstehenden Handball-EM auf der DHB-Homepage über seine neue Rolle und betont: " Ich bin zwar noch jung, aber ich glaube, mit meinen Fähigkeiten kann ich dem Team helfen. Und das versuche ich auch jedes Mal rüberzubringen."Die Vorbereitung startet am morgigen Sonntag in Hannover, für David Späth ein gutes Pflaster: Dort startete der heute 23-Jährige im Sommer 2023 mit der U21-Nationalmannschaft in die Heim-WM, die am Ende mit Gold gekrönt wurde. Im Frühjahr 2024 - da schon in der A-Nationalmannschaft - qualifizierte er sich in der niedersächsischen Landeshauptstadt für seine ersten Olympischen Spiele und Silber.» Was machen eigentlich die Junioren-Weltmeister von 2023 heute?

Starkes Duo mit Andreas Wolff

"Ich glaube, ich habe einen Schritt nach vorn gemacht", erklärt David Späth vor seinem vierten Turnier mit dem DHB-Team: "Natürlich hat man anfangs ein anderes Standing: Man ist neu und auch ein bisschen verunsichert. Aber so langsam habe ich mich so entwickelt, dass ich mit Andi ein gutes Team bilden kann." Wie bei der Heim-EM 2024, Olympia und der WM 2025 wird er auch bei der EM 2026 mit Andreas Wolff das Duo zwischen den Pfosten bilden.

Die Torhüter bleiben damit eine deutsche Domäne. Im Torhüter-Ranking der Handball-WM 2025, die für das DHB-Team in der Verlängerung des Viertelfinals gegen Portugals unglücklich endete, rangierten David Späth und Andreas Wolff auf den Plätzen vier und fünf und bildeten somit das beste Gespann. In der HBL liegen sie mit 192 Paraden gleichauf direkt hinter Spitzenreiter Sergey Hernandez.

Eine Diskussion um eine 1 oder 2 oder ein 1a und 1b gibt es aus Sicht von David Späth dabei nicht: "Wir unterstützen uns gegenseitig. Egal, wer auf der Platte steht: Der andere pusht", so der Torhüter der Rhein-Neckar Löwen, der betont: "Ich will nicht einfach nur dabei sein, sondern ich möchte dem Team helfen, egal, ob es auf der Platte oder neben der Platte ist."

"Freue mich auf die Jungs"

"Ich freue mich jetzt wieder auf die Jungs", strahlt David Späth. "Nach dem Lehrgang im Mai hatten wir uns sechs Monate nicht gesehen. Dann gab es eine Woche für Lehrgang und Island-Spiele im Oktober - und jetzt haben wir wieder viel gemeinsame Zeit. Gegen Island hatte die Chemie direkt wieder gepasst und ich glaube, auch beim ersten Spiel hat vieles schon richtig gut funktioniert", blickt er auf das kurze Länderspiel-Jahr.

Nach der WM und der erfolgreich im Mai abgeschlossenen EM-Quali gab es nur zwei Testspiele im Herbst gegen Island, direkt vor der EM folgen in der EM-Vorbereitung nun zwei weitere: Am Donnerstag, den 8. Januar, geht es in Zagreb gegen Kroatien (20.30h, sportschau.de) und am Sonntag (18.05h, ARD) folgt das Rückspiel in Hannover.

"Kroatien ist natürlich wieder ein Gegner auf Top-Niveau", so David Späth auf der DHB-Homepage über den Testgegner. "Aber solche Vorbereitungsgegner braucht man auch, wenn man sich die EM anschaut. Wir wollen uns mit den Besten messen, auch in den Vorbereitungsspielen, nur dann wissen wir, wie der Stand ist. Diese Tests bringen sehr, sehr wertvolle Erkenntnisse."

"Drei sehr, sehr schwere Aufgaben"

Denn bei der EM selbst sind Ausrutscher verboten. "Bei der EM muss man direkt voll da sein, denn wir treffen gleich auf drei Topmannschaften", sagt David Späth: "Österreich hat in den vergangenen Jahren gezeigt, was es kann, genauso wie Serbien. Und über Spanien brauchen wir gar nicht zu reden, dass das ein Top-Gegner ist. Somit warten drei sehr, sehr schwere Aufgaben." Und es gibt nur zwei Tickets in die Hauptrunde.

"Aber wir freuen uns darauf. Wenn man sich mit den Besten messen will, haben wir eine gute Gruppe erwischt und werden alles reinwerfen und wollen auf jeden Fall jedes Spiel gewinnen. Dann schauen wir mal, was danach kommt", so Späth. Einfacher wird es nicht, es geht gegen die beiden besten Teams der Gruppe B und C - Dänemark, Frankreich, Norwegen und Portugal drohen. Und auch hier gibt es nur zwei Tickets ins Halbfinale.

Einen Umzug muss die DHB-Auswahl bei dieser Handball-EM übrigens nicht planen: Die Hauptrunde würde wie die Vorrunde in Herning gespielt und dort findet auch das Finalwochenende statt. Die DHB-Auswahl bestritt dort bereits die Vor- und Hauptrunde der WM. "Das ist schon wie eine Routine. Im gleichen Hotel und der gleichen Halle wie im Vorjahr zu sein, tut immer gut. Da weiß man genau, was auf einen zukommt."

"Ich war mega-zufrieden, deswegen freue ich mich auch drauf und bin gespannt", so David Späth, der aufgrund der Nähe auch wieder auf lautstarke Unterstützung von den Rängen setzt: "Ich hoffe, dass wieder viele deutsche Fans nach Herning kommen. Diese Unterstützung gerade im Ausland tut immer gut, das pusht noch einmal richtig. Und vor allem bei diesen schweren Spielen ist das wichtig. Wir freuen uns auf jeden einzelnen, der kommt."

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cie mit Material HP DHB