Mit dem Wechsel zu Aalborg Håndbold nach Dänemark endete im Sommer nach vier Jahren nicht nur zunächst die Zeit von Juri Knorr bei den Rhein-Neckar Löwen und in der Handball-Bundesliga, sondern auch die gemeinsame Zeit der Freunde Juri Knorr und David Späth. "Sich privat immer treffen zu können, sich jeden Tag zu sehen und die Auswärtsfahrten zusammen zu machen, wird schon fehlen", gab Knorr kurz vor seinem Umzug nach Dänemark offen zu. Dass er in Späth jemanden gehabt habe, "der ein Kumpel war, mit dem ich zusammen in den Urlaub fahre, hat mir unfassbar geholfen", so Knorr weiter. "Ich habe dadurch alles viel mehr genossen."
Der Nationaltorhüter, der zwei Jahre jünger als Knorr ist, wusste bereits früh von den Wechselüberlegungen seines Freundes. "Juri und ich reden viel über so Sachen. Ich habe früher gewusst, in welche Richtungen es gehen kann - und mir haben die Richtungen erstmal nicht gefallen, weil ich wusste, dass ich noch lange bleibe", beschrieb Späth damals.
Für ihn, der im Internat der Junglöwen aufwuchs, ist es normal, dass neue Mitspieler dazukommen und andere den Verein verlassen. "Man hat immer Teamkameraden, die kommen und gehen, aber das ist etwas anders", erklärte er mit Blick auf die Freundschaft mit Knorr. "So ist leider unser Business und vielleicht, hoffentlich kreuzen sich die Wege noch einmal."
Nationalteam und Telefonate
Das ist regelmäßig bei der Nationalmannschaft der Fall, die Nominierungen von Knorr und Späth sind aufgrund ihrer Leistungen aktuell unumstritten. Auch für die Europameisterschaft ist das Duo nominiert. Das ist allerdings nicht das Gleiche wie ein gemeinsamer Alltag im Verein, den es vorerst nicht geben wird.» Wie David Späth bei der Handball-EM zum X-Faktor werden kann
Knorr und Späth halten sich daher über Gespräche und Nachrichten auf dem Laufenden. "Wir tauschen uns aus, wie es generell läuft, und telefonieren regelmäßig", verrät Knorr. "Seitdem er weg ist, schreiben und telefonieren wir regelmäßig", sagt auch Späth. "Man klingelt durch, wenn man etwas zu erzählen hat; auch wenn es nur kurze zehn Minuten sind."
Im Video: Besuch bei Juri Knorr in Dänemark
Späth war auch einmal schon in Aalborg zu Besuch bei seinem Kumpel. So halten sich beide gegenseitig auf dem Laufenden. "Wir verfolgen das schon gegenseitig", sagt Knorr. "Mich interessiert, wie es bei den Löwen läuft und ich gucke relativ regelmäßig die Spiele."
Auch Späth verfolgt natürlich, wie sich sein Kumpel im neuen Trikot schlägt. "Er findet immer mehr rein, das ist schön zu sehen", sagt der Torhüter. So schade der Wechsel für den Torhüter persönlich ist, für seinen Freund zahlt er sich aus. "Für Juri war es einfach der richtige Schritt", betont Späth.
"Für ihn hat sich das richtig angefühlt und wenn man das jetzt sieht, tut es ihm mega gut. Sein Traum, Champions League zu spielen, ist jetzt alltäglich und das ist auch schön zu sehen. Mal sehen, was jetzt kommt", so der Torhüter. Unabhängig davon, was das sein wird: Späth wird es sicher erfahren - per Nachricht, Telefon oder bei seinem nächsten Besuch - und bei der Handball-EM derzeit auch direkt mit ihm auf dem Feld.
Weitere Videos mit Juri Knorr:
Ankunft in Aalborg mit David Späth:
Abschied von den Löwen mit Umzugshelfer David Späth: