"Ich glaube, dass wir heute extrem ready waren, extrem ready auf ein Derby. Tabellenstände spielen da keine Rolle, beide Mannschaften haben mehr zu gewinnen als nur zwei Punkte", meint Bennet Wiegert nach dem deutlichen Sieg seiner Magdeburger im Ostderby beim SC DHfK Leipzig. "Wir machen extrem viele einfache Tore aus dem Tempospiel, 17 Tempospieltore sind für uns eine Benchmark. Das fühlt sich extrem gut an, wenn der Gegner sich gegen unsere Abwehr aufreiben muss und wir im Gegenzug wieder treffen", freute sich der SCM-Coach auf der Pressekonferenz.
"Wir waren sehr heiß", fand auch Gisli Kristjansson, der mit sieben Toren glänzte. "Es macht immer sehr viel Spaß, solche Spiele wie diese zu spielen", so der Isländer nach der Partie bei Dyn. In den nächsten sieben Tagen warten vier Spiele auf die Elbstädter. "Wir müssen jetzt weiter so konzentriert bleiben, das ist eine verdammt wichtige Woche für uns", blickt Kristjansson voraus.
Entschuldigung bei Fans
Auf Leipziger Seite sah die Stimmung entsprechend anders aus: "Wir schaffen es erneut nicht, mental im Spiel zu bleiben, das ist vor heimischem Publikum bitter. Mir tut das für unsere Fans unheimlich leid. Wir haben das Derby nicht so gespielt, wie wir es müssen, und auch zuletzt zu Hause nicht das gezeigt, was wir uns vornehmen", bedauerte Trainer Raul Alonso auf der Pressekonferenz.
"Es war heute nicht das Derby, wie es in den letzten zwei Jahren war", fand Leipzigs Torhüter Domenico Ebner, der seine Mannschaft mit zwölf Paraden zwischenzeitlich noch im Spiel hielt. Von den letzten fünf Derby ging nur eines mit mehr als fünf Toren Unterschied aus. "Ich hatte das Gefühl, dass Mitte der ersten Halbzeit wirklich was geht. Wir waren 14:10 hinten und hatten zweimal den Ballgewinn. Wenn es da dann 14:12 steht und die Halle hier ein bisschen lauter wird, ist es nochmal ein anderes Spiel", so der 31-Jährige.
Da die Sachsen aber beide Ballgewinne nicht in Tore ummünzen konnte, zog der SCM am Ende davon. Besonders in Defensive und Rückzugsverhalten hatten die Leipziger Probleme: "Das macht mich wahnsinnig. Wir kriegen so viele freie Bälle. Das sind Grundtugenden, die wichtig sind im Handball. Da machen wir es den Gegnern natürlich ganz, ganz einfach", ärgert sich Ebner.
Am kommenden Samstag tritt der SC DHfK zum Kellerduell beim Siebzehnten, dem Bergischen HC, an. "Ich glaube, wer das Spiel in Göppingen gesehen hat, sowohl im Pokal als auch in der Liga, sieht, dass wir auch in der Bundesliga gewinnen können", kündigt Ebner an.
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