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Finalwochende fix, WM-Tickets vergeben

kicker

Sechs der zwölf Mannschaften aus der Hauptrunde der Handball-EM schafften den Sprung zum Finalwochenende, vier davon ins EM-Halbfinale. Und vor dem letzten Spieltag stand nur fest, dass die heutigen Partien für Ungarn und die Schweiz definitiv die letzten Matches des Turniers sein würden. Der Modus war klar: Die beiden Gruppenbesten erreichen das Halbfinale und damit den Kampf um die Medaillen. Der Sprung zum Spiel um Platz 5 ist aber noch ein sportliches Ziel, weil man dadurch die direkte Qualifikation zur Handball-WM 2027 in Deutschland schaffen kann. Die Ausgangslage war aber teils kompliziert.

Am Freitag eröffnen nun Portugal und Schweden (15.00 Uhr) den Tag, im Anschluss spielt Deutschland zunächst gegen Kroatien (17.45 Uhr ARD und Dyn). Dänemark spielt zum Abschlus um 20.30 Uhr gegen Island. Das ZDF hatte zudem am heutigen Tag bestätigt, dass man am Sonntag das Endspiel auch ohne deutsche Beteiligung im Free-TV übertragen würde. Bronze wird am 1. Februar ab 15.15 Uhr, Gold dann ab 18 Uhr ausgespielt.

Spanien hätte noch das Spiel um Platz 5 erreichen können. Durch die 27:35-Niederlage gegen Portugal hat man aber keine Chance mehr, ist sogar Schlusslicht der Hauptrundengruppe I und muss somit in die WM-Qualifikation im Mai.

Portugal kann weiterhin das Finalwochenende erreichen, allerdings auch maximal noch das Spiel um den fünften Platz. Dazu müsste Deutschland gegen Frankreich gewinnen. Bleibt es bei der Punktgleichheit mit Norwegen, weil die zum Abschluss Dänemark schlagen, dann wären in der Gesamttordifferenz aufgrund des Remis im direkten Vergleich allerdings noch drei Tore aufzuholen.

Vor allem wegen des ganz starken Diogo Valerio im portugiesischen Kasten konnte Portugal früh vorlegen (7:4), die Führung auch in der Folgezeit über den 16:12-Halbzeitstand dann immer weiter ausbauen. Nach dem Seitenwechsel hielten die Portugiesen die Spanier immer so vier, fünf Tore weg von sich. In den letzten zehn Minuten setzte sich die Mannschaft von Paulo Pereira noch weiter ab (24:32, 57.).

Island hat sich mit dem Sieg über Slowenien nicht nur für das Halbfinale qualifiziert, sondern wird auch im kommenden Jahr an der WM in Deutschland teilnehmen. Die Slowenen beenden ihre Hauptrundengruppe auf dem vierten Rang, von hinten droht keine Gefahr mehr durch Ungarn oder die Schweiz, da man die direkten Vergleiche gewinnen konnte.

Das Team von Snorri Gudjonsson hatte vor allem im ersten Spielabschnitt einen intensiven Fight zu meistern. Am Ende war es vor allem die geringere Fehlerquote, durch die sich die Nordmänner im ersten Durchgang zum 14:11 lösen konnten und dann im zweiten Spielabschnitt auf 25:20 und letztlich 39:31 wegziehen konnten.

Deutschland hat mit dem 38:34 (19:15)-Erfolg über Frankreich das Halbfinale der Europameisterschaft erreicht und damit auch Gastgeber Dänemark unter Druck gesetzt. Ohne den erkrankten Tom Kiesler, dafür wieder mit den etatmäßigen Außen Lukas Zerbe und Lukas Mertens war es vor allem Juri Knorr, der mit einer kraftvollen Leistung Deutschland anführte.

Frankreich hielt vor allem durch Dika Mem gegen, war sogar beim 31:30 noch einmal auf Tuchfühlung. Das DHB-Team hatte aber in der Crunch-Time die besseren Nerven. Weiter geht es für die deutsche Nationalmannschaft dann am Freitagabend mit dem Halbfinale - entweder Kroatien oder Island.

Für die Franzosen hingegen ist das Turnier beendet. Weil Portugal zuvor gegen Spanien gewonnen hat, ist man in der Gruppe auf Rang 4 zurückgefallen. Am Abend könnte aber auch noch Norwegen mit einem Sieg über Dänemark vorbeiziehen.

Kroatien hatte nach dem Ausfall von Zvonimir Srna große Schwierigkeiten in das Spiel zu kommen. Ungarn erwischte einen guten Start, führte zeitweise mit vier Toren (7:11). Erst danach fanden die Kroaten ihren Rhythmus, konnten vor allem im zweiten Spielabschnitt die Fehlerquote reduzieren und das Spiel zu ihren Gunsten drehen.

Nach der ersten Führung zum 21:20 (46.) fiel die Entscheidung aber erst in der Schlussminute - nach dem Offensivfoul von Zoran Ilic erlöste David Mandic den Vize-Weltmeister und stieß Schweden in Trauer. Für Kroatien hatte der Sieg noch eine weitere Bedeutung, denn die Mannschaft wird auch im kommenden Jahr an der WM in Deutschland teilnehmen.

Ungarn wird die Gruppenphase auf Platz 5 oder 6 beenden. Bei Punktgleichheit mit der Schweiz würde die Gesamttordifferenz entscheiden. Slowenien hat beide Duelle gegen diese Mannschaften gewonnen und kann auch einem möglichen Dreiervergleich entspannt entgegensehen.

Dänemark stand bereits im Halbfinale, musste aber für den Gruppensieg noch das Derby gegen Norwegen gewinnen. Die Gäste hätten mit einem Sieg noch das Spiel um Platz 5 erreichen können, doch nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte enteilte der Weltmeister und Olympiasieger nach der Pause Tor um Tor und sicherte sich einen lockeren 38:24-Erfolg

Die Norweger hatten dabei noch angeführt von Tobias Gröndahl und Patrick Anderson einen guten Start erwischt und führten sogar mit 10:7. Dann aber kam Dänemark zurück. Auch Thomas Arnoldsen, der nach einem Schienbeinbruch erst in der vergangenen Woche ein eindrucksvolles Comeback für Aalborg gab und am gestrigen Montag nachnominiert wurde, konnte sich in dieser Phase in die Torschützenliste eintragen und mit einem 19:16 für die Hausherren wurden die Seiten gewechselt.

Mit den Siegen von Island über Slowenien und Kroatien gegen Ungarn war das abschließende Spiel für Co-Ausrichter Schweden bedeutungslos geworden. Die Schweiz hingegen kämpfte um Platz 5 in der Gruppe und damit eine Top10-Platzierung im Abschlussklassement. Bei Punktgleichheit mit Ungarn hat die Gesamttordifferenz entscheiden, mit Platz 6 beendete man das Turnier letztlich auf Platz 12

Sportlich prägten vor allem starke Torhüterleistungen von Nikola Portner und Andreas Palicka die Anfangsphase. Doch während der Schweizer schon in der Anfangsviertelstunde sechs seiner letztlich acht Paraden einfuhr, sollte der Schwede mit 20 gehaltenen Bällen zum Alptraum der Eidgenossen werden.

Das Team von Andy Schmid war gut gestartet, hatte sich auch eine verdiente Vier-Tore-Führung (12:8) erspielt. Dann aber folgte in den letzten sieben Minuten vor der Pause der Einbruch. Nach einem 0:6-Lauf ging es mit einem Rückstand in die Pause, beim 16:24 (46.) hatte Schmid sämtliche Auszeiten aufgebraucht und am Ende unterlag man deutlich mit 21:34.

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