Fehlercode: %{errorCode}

Gislason: Lichtlein "hat schon ein bisschen geschluckt"

kicker

Schließlich ist Nils Lichtlein in seiner Handball-Karriere bislang nicht als Strafwurf-Experte in Erscheinung getreten. Die Handball-Bundesliga (HBL) notiert für den Rückraumspieler der Füchse Berlin in sieben Erstliga-Saisons gerade einmal acht Treffer vom Siebenmeterstrich. Doch beim 32:30 gegen Portugal durfte Lichtlein von der Bank kommend gleich viermal ran - und verwandelte drei seiner Strafwürfe.

Das deutsche Team hatte in den bisherigen EM-Partien in Herning bei seinen Strafwürfen mit einer Vorrunden-Quote von 54 Prozent große Schwächen gezeigt. Daher ließ Gislason im Training mehrere potenzielle Kandidaten ran. "Ich saß in meiner Ecke und habe zugeschaut, was sie machen. Und aus meiner Sicht war Nils der Beste", berichtete Gislason. "Er hat es im Training super gemacht und Andi (Wolff) und David (Späth) sehr geärgert. Wenn er es gegen die schafft, dann kann er es gegen jeden schaffen."» Wolff und Schluroff als Garanten: Die Einzelkritik der DHB-Auswahl

"Nils hat in den letzten Tagen auch ein paar Siebenmeter im Training geworfen. Hat sich gut gefühlt. Alfred hat dann so entschieden, dass Nils heute startet", erklärte der etatmäßige Schütze Lukas Zerbe gegenüber handball-world und fügte an: "Das ist für mich vollkommen fein. Alles gut. Wir sind hier, um mit dem Team erfolgreich zu sein. Und Nils hat das heute auch überragend gemacht."

Lichtlein trug gegen die Portugiesen insbesondere in der Anfangsphase entscheidend dazu bei, dass Deutschland in einer schwachen ersten Hälfte mit vielen technischen Fehlern Anschluss hielt. Vier der ersten acht Tore gingen aufs Konto des neuen Siebenmetermanns. Erst nach der Pause ging ein Versuch an den Pfosten, anschließend durfte wieder der etatmäßige Schütze, Rechtsaußen Lukas Zerbe, ran.» Zerbe über den Sieg gegen Portugal: "Ein relativ komisches Spiel"

"Wir hatten kurz Kontakt und da habe ich ihm gesagt, er soll gerne werfen. Er hatte auch ein gutes Spiel, er hatte eine super Quote im Spiel und hat dementsprechend auch ein besseres Gefühl wahrscheinlich gehabt als ich", sagte Lichtlein über Zerbe, der am Ende vom Strich (2) und von außen (2) eine 100-Prozent-Wurfquote vorweisen konnte. So verwandelte der Kieler auch einen Siebenmeter 38 Sekunden vor Schluss zum vorentscheidenden 31:29.

Am Ende stand für Deutschland ein 32:30-Erfolg gegen Portugal zu Buche, ein wichtiger Zwischenschritt in Richtung des anvisierten Halbfinals der Handball-WM. Doch es warten noch drei weitere schwere Gegner. Wer dabei im zweiten Hauptrundenduell mit Norwegen am Samstag (20.30 Uhr/ZDF) an die Linie darf, ist offen. Gislason ist prinzipiell "egal, wer wirft", das Wichtigste sei, dass der Auserwählte "sich traut".

mehr zur Handball-EM auf handball-world.news:» Der Spielplan der Handball-EM 2026» Die Tabellen der Handball-EM 2026» Wo kann ich die Handball-EM 2026 im TV sehen?» Alle Schlagzeilen zur Handball-EM