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Gummersbach holt sich "extra Push für den Saisonstart"

kicker

Zustande gekommen ist die Einheit auf Initiative von VfL-Kapitän Julian Köster, der sich seit 2024 für Special Olympics NRW und seit diesem Jahr auch als Nationaler Botschafter für Special Olympics Deutschland engagiert. Dabei setzt er sich für mehr Sichtbarkeit und inklusive Angebote ein und leitete in seiner Funktion als Botschafter bereits mehrfach inklusive Trainingseinheiten, zuletzt am 13. Juni 2025 in seiner Heimatstadt Köln.

"Aus vielen Gesprächen mit den Athleten weiß ist, wie sehr sich alle mehr Zuschauer wünschen. Leider sind oft ausschließlich Trainer und Angehörige bei den Veranstaltungen. Dass heute so viele Fans gekommen sind, macht mich auch ein wenig stolz", erklärte Nationalspieler Julian Köster im Nachgang.

Das Teilnehmerfeld setzte sich unter anderem aus Athleten des Special Olympics-Teams von ETB Schwarz-Weiß Essen, der Tandem-Stiftung aus Neuss sowie Nachwuchs-Athleten der Glücksliga-Teams des 1. FC Köln und des FC Schalke 04 zusammen.

"Man hat das Leuchten in den Augen gesehen"

"Man hat das Leuchten in den Augen der Jungs gesehen. Alle machen das super. Die ganze Mannschaft hat ein Riesenspaß mit den Jungs", erklärt Nicole Spratte. Sie ist Trainerin des Special Olympics-Team von ETB SW Essen, das als einzige Mannschaft deutschlandweit im regulären Ligabetrieb (Kreisliga Essen) startet .

"Der VfL steht für Offenheit und Toleranz. Die Fans haben das heute eindrucksvoll unter Beweis gestellt, indem sie alle Athleten bedingungslos angefeuert und jedes Tor, jede Aktion bejubelt haben. Überall in der Halle hat man strahlende Augen gesehen, auf der Tribüne und auf dem Feld", sagt Köster.

"Die gemeinsame Trainingseinheit mit Special Olympics war für mich und ich glaube für alle hier, ein besonderes Highlight. Es war aus meiner Sicht die tollste Veranstaltung der vergangenen drei Jahre", bilanzierte Gummersbachs Geschäftsführer Christoph Schindler.

Während Gudjon Valur Sigurdsson, der Chef-Coach des VfL Gummersbach, alle Spieler zu einem Begrüßungskreis bat, berichtete Natascha Dauben, Handball-Koordinatorin von Special Olympics NRW im Gespräch mit Hallensprecher Dirk Hartmann über Special Olympics, den Handball-Sport bei Special Olympics NRW und die anstehenden Special Olympics-Veranstaltungen.

Köster sicher: "nicht zum letzten Mal"

"Wir haben super viel Spaß gehabt mit den Athletinnen und Athleten von Special Olympics. Es gab viele begeisterte Gesichter", sagt Sigurdsson und Dauben betont: "Für unsere Sportlerinnen und Sportler ist das etwas ganz Besonderes. Nicht nur, dass ein ganzes Profi-Team mit ihnen trainiert, sondern das vor allem auch noch vor so einer Kulisse, auf so großer Bühne. Das ist eine Premiere für uns und ganz fantastisch."

Alle Sportler wurden in drei inklusive Gruppen aufgeteilt, in denen dann auch die ersten Übungen absolviert wurden. Die gute Laune stand allen Teilnehmenden dabei während des gesamten Trainings ins Gesicht geschrieben - in der Halle waren im Wechsel viel Freude und Anfeuerungsrufe zu hören. Natürlich durften am Ende Abschluss-Spiele in den inklusiven Teams nicht fehlen.

"Unsere ganze Mannschaft hatte heute unheimlich viel Spaß. Die Jungs haben mich immer viel nach den Events gefragt, bei denen ich bisher dabei war. Special Olympics muss man aber erleben. Das haben sie, und das hat der ganze Klub heute. Zum ersten - und ich bin mir sicher - nicht zum letzten Mal. Alle waren begeistert und ich bin überzeugt, dass uns diese Einheit nochmal einen extra Push für den Saisonstart verleihen wird", sagt Köster, der am heutigen Mittwoch mit dem VfL Gummersbach in die neue Saison der Handball-Bundesliga startet.

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