Im vergangenen Sommer hatte der HSV Hamburg Kreisläufer Jan Schmidt als Neuzugang für die kommende Saison präsentiert. Bayer Dormagen hat auch für die kommende Spielzeit schon den Nachfolger gefunden. Doch durch die bei Andreas Magaard im Januar notwendige Operation, die das mögliche Länderspieldebüt für Dänemark bei der Europameisterschaft verhindert hat, hat der HSVH nun den Transfer vorgezogen und nutzt dabei die Möglichkeit des Zweifachspielrechts.
Schmidt wird regelmäßig beim HSVH mittrainieren und - sofern es keine terminlichen Überschneidungen mit Dormagen gibt - auch im Spieltagskader stehen. Am Kreis und in der Abwehr soll er Kapitän Niklas Weller sowie Maximilian Botta unterstützen und für zusätzliche Entlastung sorgen.
Auch BHC am Deal beteiligt
"Der klare Fokus von Jan Schmidt liegt weiterhin beim Liga- und Trainingsbetrieb des TSV Bayer Dormagen", betont der Zweitligist, der zuvor auch ein Zweifachspielrecht beim BHC lösen musste. "Wir danken dem Bergischen HC ausdrücklich dafür, dass die Umstellung des Zweitspielrechts so unkompliziert und lösungsorientiert ermöglicht wurde", so TSV-Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. "Jan erhält damit die Chance, zusätzliche Erfahrungen auf hohem Niveau zu sammeln, ohne dass sein klarer Fokus auf seinen Aufgaben bei uns verloren geht."
"Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem TSV Bayer Dormagen eine Lösung gefunden haben. Jan wird regelmäßig in Hamburg trainieren und - sofern es keine Überschneidungen mit Dormagen gibt - auch bei uns im Kader stehen und an den Spieltagen dabei sein. Uns ist wichtig, dass er strategisch frühzeitig bei uns reinschnuppert, gleichzeitig aber hilft, die aktuelle Belastung abzufedern", betont Hamburgs Sportdirektor Johannes Bitter.
"Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch weitere Maßnahmen ergreifen, aber Jan jetzt dazu zunehmen ergibt absolut Sinn. Wir wollen ihm die Rahmenbedingungen so gut und angenehm wie möglich gestalten, auch wenn das für ihn natürlich eine intensive Phase wird. Man merkt aber deutlich, dass er richtig Lust darauf hat, jetzt schon erste Fußabdrücke in Hamburg zu hinterlassen und sich langfristig - auch mit Blick auf die kommenden Jahre - in die Mannschaft zu arbeiten", so Bitter weiter.