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Kein Einsatz bei Kroatien-Tests: Erster Fingerzeig für die EM?

kicker

"Der eine oder andere Spieler, der nicht gespielt hat, wird Spielanteile bekommen", hatte Alfred Gislason auf Nachfrage von handball-world nach dem ersten EM-Test von Deutschland gegen Kroatien erklärt, jedoch betont: "Das Ziel dieser beiden Spiele ist nicht, alle gleich viel spielen zu lassen, sondern als Mannschaft richtig gut voranzukommen, um für das erste Spiel gegen Österreich möglichst gut vorbereitet zu sein."

Beim 32:29-Sieg in Zagreb hatte der Bundestrainer gegen Kroatien gleich vier Spieler auf der Bank gelassen. Aus dem Quartett ist Andreas Wolff unumstritten und konnte gelassen verfolgen, wie sein Gespann-Partner David Späth zwischen den Pfosten auftrumpfte.

Wolff gesetzt, "gute Chance" für Fischer

Auch bei Justus Fischer hob der Bundestrainer explizit die Qualitäten im Innenblock hervor. Zumal der U21-Weltmeister, der zuletzt drei Liga-Spiele der Niedersachsen verletzungsbedingt verpasst hatte, am Sonntag in der ZAG-Arena ein Heimspiel absolviert.

"Es gibt eine gute Chance, dass er spielen wird, aber er hat noch nicht so viele Trainings absolviert. Er hat Abwehrfunktionen, wenn wir Angriff trainiert haben und umgekehrt", so Alfred Gislason.

Im zweiten Duell geht es dem Isländer vor allem darum "Spielflow in den Angriff zu bringen." Die zahlreichen Tore Kroatiens aus dem schnellen Umschaltspiel im ersten Spielabschnitt haben offen gelegt, dass das DHB-Team mit Spezialistenwechseln auch verwundbar ist.

Lichtlein und Dahmke nur 17 und 18?

"Es ist einfacher Spieler, die auf beiden Seiten gleich gut sind, zu benutzen", erläutert Gislason die Verwundbarkeit bei Wechseln zwischen Abwehr und Angriff. "Gerade gegen Mannschaften, die sehr gut die zweite Welle laufen, sind ein oder zwei Wechsel oft problematisch."

Das könnte vor allem gegen Nils Lichtlein sprechen, der als Spielmacher um den Platz hinter Juri Knorr kämpft. Zumal die Achse vom VfL Gummersbach mit Julian Köster und Miro Schluroff mächtig Druck auf beiden Seiten des Parketts macht.

Anstelle für Lukas Mertens dann Rune Dahmke zu bringen, hatte sich der Bundestrainer in Zagreb auch dafür entschieden Jannik Kohlbacher auf die linke Außenbahn zu stellen und dieser sollte dann als zweiter Kreisläufer auflösen. Das habe zum einen "angriffsmäßig gut funktioniert".

Der Isländer, der Dahmke einen viel diskutierten Vorzug gegenüber Tim Freihöfer gab, fügt an: "Mit Kohlbacher und Golla gleichzeitig auf dem Spielfeld ist es einfacher für uns, zurückzulaufen und eine gute Abwehr oder eine geordnete Rückzugsphase hinzubekommen. Wir haben in der zweiten Halbzeit die Gegenstöße und Schnelle Mitte der Kroaten öfter unterbinden können."

Die Belastung im Turnierverlauf ist hoch, einen Ausrutscher wird man sich kaum erlauben können. Auch deshalb wird es wichtig sein, den kompletten Kader einsetzbar zu halten. "Es sind viele Spiele, die wir vor uns haben. Da kann jeder Teil beitragen. Im Training holt man sich die Spielanteile und das Selbstvertrauen. Es geht darum, wer der Mannschaft jetzt am besten hilft", so Gislason.

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