Aus Rotterdam berichtet Merle Klingenberg
Historisches ist geschehen: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kann nach dem zweiten WM-Gold seit 1993 greifen. "Ich bin nach wie vor überwältigt von dem, was da gestern passiert ist und einfach total stolz auf das Team", strahlte Viola Leuchter auf einem Medientermin am Samstagvormittag.
Im Endspiel geht es nun gegen Übermannschaft Norwegen, die in den letzten Jahren beinahe jedes Turnier gewinnen konnte. "Norwegen dominiert international so ziemlich alles. Aber so eine Underdog-Rolle ist für uns natürlich erstmal entspannter. Wir können das Ganze einfach genießen. Norwegen hat ein bisschen mehr Druck als wir", betont die Rückraum-Rechte: "Wir wollen einfach alles auf diese Platte hauen morgen. Dann wird das, glaube ich, ein richtig cooles Spiel".
Gegen den amtierenden Europameister und Olympiasieger "müssen alle einen Top-Tag haben. Sowohl hinten als auch vorne müssen wir über 60 Minuten funktionieren. Aber wenn wir einfach auf die Abwehr, die wir bis jetzt gespielt haben, vielleicht nochmal eine Schippe drauflegen und einfach als Team so zusammenbleiben, wie wir es gerade sind, dann haben wir auf jeden Fall eine Chance", glaubt die 21-Jährige.
"Macht Spaß und Lust auf mehr"
Gegen Norwegen trifft Leuchter auf einige Mitspielerinnen aus Odense. "Wir haben jetzt gleich Video, da werde ich dann bestimmt auch das eine oder andere über meine lieben Kolleginnen verraten", blickt sie voraus.
Das DHB-Team spielt bisher ein überragendes Turnier und begeistert die Handball-Fans in Deutschland. "Zu sehen, wie viel wir doch bewegen können, dadurch, dass wir einfach über ein Feld laufen und ein paar Bälle rumschmeißen, ist einfach mega cool und macht das Ganze auf jeden Fall nochmal emotionaler", so die Rückraumspielerin.
Das Prunkstück ist die Verteidigung: "Dass wir uns gerade in der Abwehr so entwickelt haben, wie wir das gemacht haben, ist einfach super wichtig und macht Spaß und Lust auf mehr", betont Leuchter.
Zudem kann man auf einen variablen Rückraum zurückgreifen. "Das ist was, was uns auszeichnet, dass wir da super flexibel sind. Wir haben auf jeder Position verschiedene Spielertypen, aber das ergänzt sich dann einfach sehr gut. Deswegen ist das auf jeden Fall eine Stärke, die wir morgen natürlich auch nutzen wollen".
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