Als David Späth nach dem 32:26-Erfolg seiner Rhein-Neckar Löwen das Dyn-Mikrofon in die Hand nahm und in die Kamera grinste, merkte man dem deutschen National-Torhüter seine Erleichterung sichtlich an. Mit 19 Paraden (darunter vier Siebenmeter) mutierte der 24-Jährige im Baden-Württemberg-Derby beim TVB Stuttgart zum absoluten Matchwinner.
"Das tut natürlich sehr sehr gut", betonte der gebürtige Kaiserslauterer, der sonst nur durchschnittlich zehn Bälle pro Partie hält. "Die letzten Spiele liefen nicht so ganz, wie ich mir das vorgestellt hatte", ließ Späth tief blicken. Gegen Stuttgart zeigte der Löwen-Schlussmann in einer Partie mehr Paraden als in den fünf vorherigen Spielen zusammen.
Das letzte Match mit einer zweistelligen Anzahl an Paraden von Späth lag schon zwei Monate zurück (8. März beim Heimerfolg gegen den BHC). Doch das Mannheimer Eigengewächs ließ sich von seinem Formtief nicht unterkriegen.
"Es ist normal, dass es in der Karriere immer wieder gute und schlechte Phasen gibt. Und auch wenn es für den Kopf schwer ist, muss man sich in schlechten Zeiten immer wieder darauf besinnen, dass es weitergeht und an die eigene Stärke glauben", erklärte Späth, der mit seinen Löwen nun weiter von der European League träumen darf.
Mit Rückenwind zur Nationalmannschaft
Dank der zwei Punkte aus Stuttgart springt das Team von Trainer Maik Machulla zumindest bis zum Heimspiel der MT Melsungen am Samstag (09. Mai, 20 Uhr gegen Eisenach) auf Rang sieben und liegt nur noch einen Punkt hinter dem sechstplatzierten TBV Lemgo, der am Samstag (19 Uhr) bei der SG Flensburg-Handewitt unter Zugzwang ist.
Für Späth richtet sich der Blick nun allerdings erstmal auf die Nationalmannschaft, mit welcher der Spieler des Tages kommende Woche einen Doppelpack gegen Dänemark bestreitet (Freitag, 19.30 Uhr und Sonntag, 15.30 Uhr).
"Du spielst zwei Mal gegen die beste Mannschaft der Welt. Für mich ist es immer eine große Ehre, dabei sein zu dürfen. Ich werde es genießen und hoffe, dass wir mit der Mannschaft einen Schritt weiterkommen", gab der Löwen-Schlussmann die Marschrichtung für die Länderspielpause mit dem DHB fort.
Erst am 24. Mai geht es für Späth und seine Löwen im Saisonendspurt in der Handball-Bundesliga weiter. Zunächst zu Hause gegen den SC Magdeburg, um die Spielzeit dann erneut vor heimischer Kulisse gegen den TSV Hannover-Burgdorf und abschließend beim VfL Gummersbach zu beenden - womöglich mit einem europäischen Happy End nach nun zwei Siegen in Serie nach zuvor drei Niederlagen in Folge.
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