"Und das wurde ja nicht gut", blickt Nationaltrainer Michael Apelgren zurück. Für die EM hat der Verband nun reagiert und setzt auf eine ungewöhnlich lange und intensive Vorbereitung.
Bereits am 2. Januar kam das Team zusammen, ganze 15 Tage vor dem EM-Auftakt am 17. Januar. Ziel sei es, "jede noch so kleine Marginale zu jagen", so Apelgren. Auch Spielmacher Jim Gottfridsson begrüßt den neuen Ansatz ausdrücklich: "Wir brauchen das. Es fühlte sich so an, als wären wir bei der WM im vergangenen Jahr einfach hineingeworfen worden - es war eine stressige Meisterschaft." Die zusätzliche gemeinsame Zeit soll helfen, Abläufe zu festigen und mehr Sicherheit ins Spiel zu bringen.
Trägt sofort Früchte
Dass sich der neue Kurs bereits auszahlt, zeigten sie gestern mit einem 34:27-Sieg gegen Brasilien. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (14:13) setzte sich Schweden dank starker Torhüterleistung und konsequenter Abwehrarbeit deutlich ab und führte zwischenzeitlich mit acht Toren. Torhüter Mikael Appelgren wurde zum Spieler des Spiels gewählt, bester Torschütze war Felix Claar mit sieben Treffern.
An das Konzept glaubt auch Torhüter Fabian Norsten: "Wir haben gemerkt, dass wir schon jetzt an einem ganz anderen Punkt sind als damals." Die lange Vorbereitung, kurze Wege innerhalb des Gastgeberlands und bewusste Erholungsphasen, wie ein Familientag während des Trainingslagers, sollen dafür sorgen, dass Schweden bei der EM nicht erneut hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleibt, sondern wieder zu den positiven Überraschungen des Turniers zählt.
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