Alexander Bommes, den heute viele von seinem Job als Moderator bei der ARD kennen, schlug nicht von Anfang an den Weg in die Fernsehbranche ein. Geboren am 21.01.1976 in Kiel führte sein Werdegang vom Handball über ein Jura-Studium zum NDR und in die ARD.
Alexander Bommes begann seine Bundesliga-Karriere im Handball 1996 in seinem Heimatverein TSV Altenholz, zunächst in der 2. Liga. Drei Jahre später folgte der Wechsel zum TSV Bayer Dormagen und kurz darauf ging es für ihn zum VfL Gummersbach.
Im Jahr 2003 entschied sich Alexander Bommes für die Rückkehr nach Altenholz - auch mit Blick auf die Karriere nach der Handball-Karriere: "Bei mir war immer schon völlig klar, dass ich später dann was anderes machen wollte. Ich wollte nie - und das ist ganz wertfrei gemeint - `out of options` sein", sagte er vor knapp zwölf Jahren im Interview mit handball-world.
So konnte er bis 2007 weiterhin in der zweiten Bundesliga spielen, jedoch nebenbei sein Jurastudium in Kiel zu Ende bringen. Ein Jahr vor Ende seiner Handballkarriere wurde Alexander Bommes dabei übrigens zum Torschützenkönig der 2. Bundesliga gekrönt. Ende 2007 legte Bommes dann aber endgültig seine Handballschuhe an die Seite, half bis Saisonende nur noch aus und beendete seine Karriere dann offiziell im Sommer 2008. Der Fokus lag bereits auf der Arbeit im TV.
Alexander Bommes: Über den NDR zur ARD
Nach seinem abgeschlossenen Jura-Studium bekam Alexander Bommes einen Volontariatsplatz beim NDR - und blickte nie wieder zurück. Bereits während seiner Zeit als Handballer und während des Studiums hatte er als Radioreporter bei NDR1 Welle Nord gearbeitet und konnte nun beim NDR verschiedene Stationen durchlaufen. Neben Einsätzen im Sport, war er zunächst im Hamburg Journal und (im NDR) unter anderem in der Talkshow Tietjen und Bommes zu sehen.
Sein Weg führte zunächst weiter in den Sportzweig - und zur ARD. Bei der Europameisterschaft 2012 hatte Bommes noch als Fieldreporter gearbeitet, 2014 rückte er dann als Moderator zur Sportschau auf und wurde im Fernsehen zum Gesicht seiner Sportart in der ARD.
Der Handballer war seitdem vor den Fernsehkameras als Moderator in einer Vielzahl von Sendungen und Sportübertragungen - zum Beispiel auch beim Fußball, Handball oder Olympischen Spielen - zu finden. In der ARD moderiert er seit 2012 die Quizshow "Gefragt - Gejagt" und ist somit den Fernsehzuschauern auch abseits des Sports bekannt.
Abschied vom Livesport 2025
Seine Tätigkeit als Sportmoderator hat Alexander Bommes im Mai 2025 weitestgehend beendet. Bommes wird zwar Teil der Bundesliga-"Sportschau" bleiben, künftig aber nur noch reduziert moderieren und sich stattdessen auf seine Aufgaben abseits des Sports konzentrieren. Vom Livesport verabschiedete er sich komplett.
"Die Entscheidung, mich nach so schönen und auch einzigartigen 15 Jahren aus dem sportlichen Tagesgeschäft zurückzuziehen, ist mir sehr schwergefallen", sagte Bommes, der unter anderem bei großen Turnieren im Handball im Einsatz war: "Aber nach all dem Erlebten ist jetzt ein Zeitpunkt gekommen, an dem ich weitergehen und andere Schwerpunkte setzen möchte."
Zuvor hatte er die WM 2023 in Schweden und Polen verpasst. "Nach einem Jahr, in dem ich wie viele Menschen einige gesundheitliche Einschränkungen in Kauf nehmen musste, will ich die weitere Genesung abschließen und verzichte daher konsequenterweise auf die Moderation der diesjährigen Handball-WM", erklärte er seine Abwesenheit in einer Mitteilung der ARD damals.
Bei der Handball-EM musste sich die ARD hingegen neu aufstellen. setzt dabei wie schon seit langem auf Kommentator Florian Naß, der sogar schon bei der Weltmeisterschaft 2007 dabei war. Dominik Klein agiert erneut als Experte. Nur auf der Position des Moderators wird ihm ein neues Gesicht zur Seite stehen, Alex Schlüter.