Nach dem zweiten Sieg am Sonntag sprach Renars Uscins von einem "guten Gefühl" im Hinblick auf das Turnier. Der U21-Weltmeister sorgte in der Partie für einen kurzen Schockmoment, als er sich kurz nach Anpfiff am Fußgelenk verletzte. Im Anschluss konnte er jedoch weitermachen und auch einem Einsatz gegen Österreich steht wohl nichts im Weg.
Mit Sicherheit nach Dänemark
"Nach gestern hatten wir den Eindruck, dass wir die Sachen, die Kleinigkeiten, die Details, die wir im Training abgesprochen haben - wie wir vielleicht unsere Stärken besser einsetzen können - dass das ganz gut geklappt hat. Klar wollen wir das jetzt nicht überschätzen, zweimal gegen Kroatien gewonnen zu haben, weil das muss dann auch unter Druck funktionieren, wenn es bei beiden Mannschaften um etwas geht. Das wird dann das Ziel sein. Aber erstmal können wir mit einer gewissen Sicherheit nach Dänemark fahren", so der Linkshänder.
Für das erste Vorrunden-Spiel muss Gislason den Kader von 18 auf 16 Spieler reduzieren. Die Entscheidung darüber, wer dann im Spieltags-Aufgebot stehen wird, ist noch offen. Fest steht, dass im 18er-Kader neben Uscins noch fünf weitere U21-Weltmeister stehen: Späth, Lichtlein, Häseler, Langhoff, und Fischer. Das junge Durchschnittsalter änderte einiges an der Teamstruktur - die Stimmung sei aber nach wie vor gut, verrät der 23-Jährige.
"Von der Stimmung ist alles gut. Ich habe das Gefühl, dass wir vielleicht eine Baustelle weniger haben, die wir sportlich oder spielerisch zu dem Zeitpunkt haben, als vielleicht letztes Jahr. Deswegen bin ich sehr zuversichtlich. Aber die Spiele werden auch viel anspruchsvoller als letztes Jahr", so Uscins weiter. Damit spielt er nicht nur auf die Hammer-Gruppe in der Vorrunde an, sondern auch auf das mögliche Aufeinandertreffen in der Hauptrunde mit Dänemark, Frankreich, Portugal und Norwegen.
Wie gut ist das Team wirklich?
Diese Zuversicht hat der Hannoveraner auch, weil es sich aus seiner Sicht um die stärkste Nationalmannschaft handelt, mit der er jemals ein Turnier bestritten hat. "Einfach weil wir viele junge Spieler haben, die sich von Jahr zu Jahr entwickeln. Entsprechend wird man auch im besten Fall von Jahr zu Jahr besser."
Das unglückliche Ausscheiden im WM-Viertelfinale gegen Portugal hätte dazu gehört und der Entwicklung der Mannschaft sogar gut getan."Ich glaube schon, dass wir es im Kollektiven besser machen können und besser sein wollen als letztes Jahr im Viertelfinale. Und ich denke, dass wir es auch sein werden." Persönlich nimmt sich Uscins für die Zukunft vor konstanter in seinen Leistungen zu werden. Ob ihm das auch schon bei der kommenden EM gelingt, wird sich ab Donnerstag zeigen, wenn die DHB-Auswahl zum Auftakt auf Österreich trifft.
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