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Trainer-Chaos bei Haßloch: Vierter Coach in einer Saison

kicker

"Nach der deutlichen Heimniederlage gegen die HG Saarlouis (18:40, Anm. d. Red.) überschlugen sich bei der TSG Haßloch die Ereignisse", heißt es auf der Homepage der TSG. Philip Rogawski ist von seinem Amt als Cheftrainer Haßlochs zurückgetreten.

Sein Nachfolger steht schon fest: Christian Job. Er war seit Mitte Januar Teil der Sportlichen Leitung und soll das Team nicht nur bis Saisonende, sondern auch in der nächsten Spielzeit coachen. "Es ist sicherlich keine dankbare Aufgabe, die Mannschaft in dieser Situation zu übernehmen. Aber aus unserer Sicht ist es die einzige Lösung, die wir kurzfristig und gleichzeitig nachhaltig umsetzen können", erklärt Kevin Seelos, der Sportliche Leiter der TSG Haßloch.

Zum Rücktritt Rogawskis sagt Seelos: "Natürlich bin ich über diesen Schritt nicht erfreut. Aber ich kann Philip zu 100 Prozent nachvollziehen. Er hat nicht mehr das Gefühl, die Mannschaft in der aktuellen Situation zu erreichen, und denkt, dass es das Beste für den Verein, die Mannschaft und auch für ihn persönlich ist."

"Muss man auch die Mannschaft in die Pflicht nehmen"

Rogawski habe deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht zur neuen Saison ein klarer Schnitt notwendig sei - nicht nur im Kader, sondern auch auf der Trainer-Position. Seelos: "Wir haben sehr lange und offen miteinander gesprochen und gehen im Guten auseinander. Man darf nicht vergessen: Philip hat die Mannschaft in einer sehr schwierigen Phase übernommen und sich dieser Herausforderung gestellt. Dafür bin ich ihm enorm dankbar."

Philip Rogawski war nach Leo Vuletic, der mit dem Team in die Saison gestartet war, und einer kurzen Übergangsphase unter Seelos bereits der dritte Trainer in kurzer Zeit. "Da muss man auch die Mannschaft in die Pflicht nehmen. Es wäre zu einfach, die Verantwortung allein beim Trainer zu suchen", betont Kevin Seelos. Für die TSG sei es jetzt entscheidend, "endlich wieder Konstanz auf der Trainer-Position zu bekommen".

Die TSG Haßloch steht in der 3. Handball-Liga Süd-West aktuell auf einem Abstiegsplatz (15.). Allein zu den SGSH Dragons auf Rang 14 sind es schon fünf Punkte Abstand. Der Rückstand auf den ersten, sicheren Nicht-Abstiegsplatz (13.) beträgt neun Zähler.