Der Mexikaner Sergio Perez kehrt nach seinem Rauswurf bei Red Bull ebenso in die Formel 1 zurück wie der Finne Valtteri Bottas. Der neue Rennstall Cadillac machte die Namen seiner beiden künftigen Fahrer am Dienstag öffentlich. "Die Verpflichtung von zwei sehr erfahrenen Rennfahrern ist ein klares Zeichen unserer Absichten", sagte Teamchef Graeme Lowdon und fügte an: "Sie haben schon alles gesehen und wissen, was es braucht, um in der Formel 1 erfolgreich zu sein."
Der 35-jährige Perez soll nach Medienberichten einen Vertrag über zwei Jahre mit Option auf eine dritte Saison erhalten. Das berichtete das Fachportal Autosport.com vor dem Großen Preis der Niederlande am Sonntag (15 Uhr/Sky) in Zandvoort.
Neben dem sechsmaligen Grand-Prix-Sieger Perez kehrt auch der frühere Mercedes-Fahrer und aktuelle Testpilot der Silberpfeile, Valtteri Bottas (35), zurück. Die Hoffnungen von Mick Schumacher (26) auf ein Comeback haben sich somit vorerst zerschlagen.
Cadillac steigt als krasser Außenseiter ein
Perez hatte sich in diesem Jahr eine Motorsport-Auszeit genommen. Neben seiner Erfahrung aus 281 Rennen bringt der Routinier bei Cadillac außerdem mehrere Millionen US-Dollar von privaten Sponsoren mit. Der Vize-Weltmeister von 2023 hatte Red Bull Ende der vergangenen Saison nach einem Dauertief trotz gültigen Vertrags bis Ende 2026 verlassen müssen.
Cadillac steigt 2026 als elfter Rennstall neu in die Formel 1 ein und gilt als absoluter Außenseiter. Nach längerem Ringen mit den anderen Teams und den Verantwortlichen der Rennserie hatte der US-Autobauer auch auf Druck des Weltverbandes Fia die Erlaubnis zur Teilnahme an der Königsklasse des Motorsports erhalten. Cadillac wird das zweite US-Team im aktuellen Grid neben Haas und wohl zunächst mit Ferrari-Motoren an den Start gehen. Ab 2029 sind dann eigene Antriebe von General Motors im Gespräch.
Towriss weist Spekulationen um Horner zurück
Unterdessen hat Dan Towriss als Cadillac-Geschäftsführer Spekulationen über ein mögliches Engagement von Chris Horner zurückgewiesen. Horner hatte in dieser Saison nach über 20 Jahren als Red-Bull-Teamchef gehen müssen. Es habe keine Gespräche gegeben und dies sei auch nicht geplant, so Towriss.