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Hamilton zunehmend verzweifelt: Ferrari sollte "den Fahrer wechseln"

kicker

Dass Lewis Hamilton mit seinen derzeitigen Leistungen in der Formel 1 hadert, ist bekannt. Von der anfänglichen Euphorie des siebenmaligen Weltmeisters nach seinem spektakulären Wechsel von Mercedes zu Ferrari ist kaum noch etwas übrig. Nach dem Qualifiying zum Großen Preis von Ungarn hat die Niedergeschlagenheit des Briten jedoch neue Höhen, oder besser Tiefen erreicht. "Immer liegt es an mir. Ich bin nutzlos", klagte der bekannterweise zu Pathos neigende Hamilton bei Sky Sports UK.

„Das andere Auto steht ja auf Pole. Das Team muss wahrscheinlich den Fahrer wechseln.“ (Lewis Hamilton)

Im Kampf gegen die Uhr war der 40-Jährige am Samstag auf dem Hungaroring erneut unter den Erwartungen geblieben und wird am Sonntag (15 Uhr, LIVE! bei kicker) nur von Platz zwölf ins Rennen gehen. Dagegen sicherte sich sein Teamkollege Charles Leclerc überraschend die Pole Position - ein Umstand, der Hamilton zu schaffen machte: "Das Team ist nicht das Problem, das andere Auto steht ja auf Pole. Das Team muss wahrscheinlich den Fahrer wechseln."

Mit dem Wechsel zu Ferrari hatte sich der Brite einen Traum erfüllt und wollte zudem bei der legendären roten Scuderia mit seinem achten WM-Titel zum alleinigen Rekordweltmeister aufsteigen. Doch seine ersten 13 Rennwochenenden für den italienischen Rennstall waren mehrheitlich von Fehlern, Pannen und Enttäuschungen geprägt, lediglich den Sprint in Shanghai hatte Hamilton im März von der Pole Position aus gewonnen.

Hamilton im internen Vergleich weit hinter Leclerc

Auch im internen Teamvergleich liegt der 40-Jährige mittlerweile weit im Hintertreffen: Der zweite Ferrari-Pilot Leclerc stand in dieser Saison in der Startaufstellung bereits neunmal vor Hamilton, das Rennen beendete er gar zehnmal vor seinem britischen Teamkollegen. Noch nie in seinen mittlerweile 19 Formel-1-Saisons stand Hamilton im Vergleich zu seinem Teamkollegen so schlecht da.

Um die Wogen in Ungarn etwas zu glätten, versuchte sich Ferrari-Teamchef Fred Vasseur, der Hamilton erst nach Maranello gelotst hatte, an einer salomonischen Erklärung: "Zu Beginn des Qualifyings" sei Hamilton vor Leclerc gewesen, der auch "zu kämpfen gehabt" habe, überhaupt das entscheidende Q3 zu erreichen, meinte der Franzose. Im letzten Qualifying-Abschnitt hätten sich dann die Bedingungen rasant geändert - die Strecke kühlte ab, der Wind drehte - sodass Leclerc unerwartet an den beiden unantastbar scheinenden McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri noch vorbeischießen konnte.