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Roubaix statt Tour im Vordergrund: Pogacar auf Klassiker-Jagd

kicker

"Der Unterschied zwischen 0 und 1 ist größer als zwischen 4 und 5", meinte Tadej Pogacar bei den Medientagen seines UAE Teams im spanischen Benidorm. Damit gab der Dominator der vergangenen beiden Saisons am Samstag einen Hinweis darauf, wie sein Radsport-Jahr 2026 aussehen wird. Der Slowene stellt wohl Siege bei den Monumenten Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix in den Vordergrund und dafür einen erneuten Triumph bei der Tour de France hinten an.

Während Pogacar bei der Flandern-Rundfahrt, bei Lüttich-Bastogne-Lüttich sowie bei der Lombardei-Rundfahrt schon mehrfach ganz oben stand, fehlen ihm noch Siege bei Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix, um seine Titel-Sammlung bei allen fünf "Monumenten des Radsports" zu komplettieren.

Auch bei der Tour winkt Historisches

In der "Hölle des Nordens" ging Pogacar in der vergangenen Saison erstmals an den Start und musste sich nach einem Sturz nur dem Klassiker-Spezialisten Mathieu van der Poel geschlagen geben. In Sanremo probierte der Slowene schon mehrfach sein Glück, konnte aufgrund der fehlenden krassen Schwierigkeiten aber die Konkurrenz nie entscheidend abschütteln. Platz 5 (2022), Platz 4 (2023) sowie zuletzt zweimal Platz 3 stehen beim ersten Monument der Saison zu Buche.

"Wenn ich zwischen einem Sieg in Roubaix und der Tour wählen könnte, würde ich Roubaix nehmen, denn die Tour habe ich schon viermal gewonnen", sagte Pogacar. Dabei winkt dem 27-Jährigen auch bei der Großen Schleife Historisches: Mit einem fünften Tour-Triumph würde er mit den Rekordsiegern Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Jacques Anquetil gleichziehen (die sieben Siege von Lance Armstrong wurden wegen Dopings aberkannt). Doch das kümmert Pogacar laut eigener Aussage wenig.

Seine Saison eröffnet der Slowene am 8. März bei den Strade Bianche auf den Schotterstraßen der Toskana, die Pogacar zuletzt zweimal in Folge gewinnen konnte. Es folgt ein forderndes Klassiker-Frühjahr samt Flandern-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich sowie die Tour-Vorbereitung bei der Tour de Romandie und erstmals auch bei der Tour de Suisse

"Dann sehen wir weiter, das ist ja schon einiges", so Pogacar. Im September strebt er in Montreal zusätzlich seinen dritten WM-Titel in Folge an.

Almeida beim Giro, Del Toro als Tour-Helfer

Die UAE-Equipe gab am Samstag auch ihre weiteren Planungen für die Grand Tours bekannt. Joao Almeida wird als Kapitän den Giro d' Italia fahren und auch bei der Vuelta an den Start gehen - seine genaue Rolle in Spanien hängt dann von Pogacars Planungen ab, auch beim Slowenen ist ein Vuelta-Start noch nicht ausgeschlossen. Erstmals bei der Tour wird Top-Talent Isaac Del Toro dabei sein, als Edelhelfer für den slowenischen Vierfachsieger natürlich.

Und wenn Pogacar in Sanremo und in Roubaix gewinnt? Dann gebe es noch "viele einwöchige Rennen, an denen ich noch nicht teilgenommen habe, oder auch die Vuelta. Es gibt noch so viele Dinge, die ich ausprobieren kann", so Pogacar.