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Sorgen bei Visma-Lease a Bike: Van Aert erleidet Knöchelfraktur

kicker

Es war das altbekannte Duell beim Zilvermeercross im belgischen Mol am Freitag: Rad an Rad kämpften die beiden Dauerrivalen Mathieu van der Poel und Wout van Aert an der Spitze um den Sieg. Doch bei starkem Schneetreiben rutschte van Aert in Runde 7 weg und landete heftig auf Knie und Knöchel. Zwar wollte der Belgier sofort wieder die Verfolgung aufnehmen, musste das Rennen aber wenig später sichtlich gezeichnet und mit starken Schmerzen aufgeben.

Noch am Freitagabend gab sein Team Visma-Lease a Bike bekannt, dass sich der 31-Jährige den Knöchel verstaucht und zusätzlich eine kleine Fraktur zugezogen hat. Die Verletzungen machten eine Operation unumgänglich, so die niederländische Equipe. Die von van Aert so geliebte Wintersaison mit den Querfeldein-Rennen im Cyclocross ist damit vorzeitig vorbei.

"Natürlich bin ich sehr enttäuscht, dass ich meine Cyclocross-Saison so beenden muss", wird van Aert in einer Mitteilung seiner Mannschaft zitiert. "Ich habe mich immer besser gefühlt, auch heute in Mol. Ich habe mich sehr auf das Rennen in Zonhoven und die belgischen Meisterschaften gefreut. Aber jetzt werde ich mich auf meine Genesung und auf die Vorbereitung der Straßensaison konzentrieren."

Klassiker-Spezialist und brillanter Helfer

Was die Verletzung für das anstehende Radsportjahr von van Aert bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Ein schwerer Massencrash im Frühjahr 2024 sowie ein Sturz in Folge eines bösen Fahrfehlers bei der Vuelta 2024 hatten den Belgier in den vergangenen beiden Jahren immer wieder eingeschränkt. Statt einem verletzungsfreien Winter muss der 31-Jährige nun den nächsten Rückschlag verkraften und sich erneut aus der Reha in die neue Saison kämpfen.

Eigentlich wollte van Aert bei den Frühjahrsklassikern Strade Bianchi und Mailand-Sanremo starten, auch die Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix und die heimischen Ardennen-Klassiker sollen auf dem Rennprogramm des Belgiers gestanden haben. Ob diese Starts nun realistisch sind, ist noch nicht klar.

Sorgenfalten dürften sich auch auf der Stirn von Grischa Niermann bilden. Der Sportliche Leiter des Teams Visma-Lease a Bike hatte kürzlich angekündigt, in der kommenden Saison den Druck auf Dominator Tadej Pogacar zu erhöhen. Gerade bei der Tour de France wollte man den Slowenen wieder übertrumpfen. Van Aert dürfte in diesen Planungen ein wichtiges Puzzleteil sein, ist der Belgier in Top-Form doch einer der besten Helfer im gesamten Fahrerfeld. Seine Qualitäten stellte van Aert einmal mehr im vergangenen Jahr beim Giro d'Italia unter Beweis, als er Simon Yates mit einer brillanten Leistung am Colle delle Finestre zum Gesamtsieg verhalf. Ob der 31-Jährige beim Saisonhöhepunkt seinen Kapitän Jonas Vingegaard gegen Pogacar unterstützen kann, ist nach seiner Knöchelfraktur nun aber ungewiss.