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Auch die Hochrechnung in der Nationenwertung verspricht Hochspannung

kicker

Zunächst wollen wir ein Bild des aktuellen Stands in der Nationenwertung bekommen. Nach einem herausragenden Start von Ski Austria rückt Swiss-Ski dem ewigen Rivalen immer näher. Mittlerweile trennen die beiden Nationen nach dem Slalom in Madonna di Campiglio gerade einmal noch fünf Punkte. Auch in einzelnen Disziplinen ist das Rennen wirklich eng.

Vorteil Österreich bei den Frauen

Auf Frauenseite kann die Schweiz nicht mit Österreich mithalten. Vor allem in den schnellen Disziplinen ist der Unterschied eklatant. Durch die hochkarätigen verletzungsbedingten Ausfälle bei Swiss-Ski fällt das Punkten schwer. Hingegen hat Österreich gleich mehrere potenzielle Siegfahrerinnen wie Cornelia Hütter oder Mirjam Puchner in den eigenen Reihen.

Besser ist die Schweiz bei den Frauen lediglich im Slalom aufgestellt. Camille Rast zeigt eine hervorragende Saison und hat kürzlich auch Mikaela Shiffrin ein erstes Mal bezwungen. Dazu kommt noch Wendy Holdener, die nach wie vor zu den besten Slalomfahrerinnen der Welt zählt. Hier musste Österreich zuletzt mit dem Saisonaus von Katharina Liensberger einen herben Rückschlag verkraften.

Die Königsdisziplin als ausschlaggebender Faktor bei den Männern

Ähnlich knapp wie in der gesamten Nationenwertung ist die Ausgangslage bei den Männern in drei Disziplinen. Das Schweizer Slalomteam holt zwei Punkte mehr als das österreichische. Hingegen sind Vincent Kriechmayr und Co. im Super-G um 83 Punkte besser und im Riesenslalom liegt Österreich derzeit 25 Punkte vor der Schweiz.

Ausschlaggebender Faktor zugunsten der Schweizer Männer ist die Abfahrt. Während Franjo von Allmen und Marco Odermatt schon so richtig auf Touren gekommen sind, hinkt das österreichische Abfahrtsteam den eigenen Ansprüchen noch hinterher. Ganze 559 Punkte weniger hat Österreich in der Königsdisziplin eingefahren. Das ist ein Unterschied, der für die Hochrechnung Mut macht, denn es sind noch sechs weitere Weltcup-Abfahrten geplant.

Die Hochrechnung

Bei allen Hochrechnungen sind die Resultate in den einzelnen Disziplinen auf ganze Punkte gerundet worden. Wenig überraschend bestätigt sich die Tendenz auf der Frauenseite, wobei Österreich vor der Schweiz abschliessen wird. Ob es zum Sieg der Nationenwertung der Frauen reicht, ist unklar, denn aktuell führen die USA gar noch vor Österreich. Der Unterschied wird vor allem in der Abfahrt eklatant. Auf der Schweizer Seite werden da Lara Gut-Behrami, Corinne Suter und Michelle Gisin schmerzlich vermisst. Immerhin kehrt Suter in Bälde zurück, was hoffen lässt, dass der österreichische Vorsprung am Ende nicht ganz so drastisch ausfällt.

Auf der Männerseite zeigt sich dann das gegenteilige Bild. Wie auch bei den Frauen sind derzeit noch weniger Speedrennen ausgetragen worden. Damit baut sich vor allem der Vorsprung der Schweizer Männer in der Abfahrt deutlich aus. Am Ende liegt der Hochrechnung zufolge die Schweiz knapp 1500 Punkte vor den Rivalen aus Österreich.

Österreichs Frauen machen in der Hochrechnung gut 1500 Punkte mehr als die Schweizer Frauen. Dafür machen die Männer nur knapp 1500 Punkte mehr. Das gibt ein leichtes Defizit und so hat Ski Austria knapp die Nase vorn. Doch auch in der Hochrechnung bleibt alles sehr knapp beieinander.

Den Kopf in den Sand müssen die Schweizer Athletinnen und Athleten aber noch keineswegs stecken. Der Unterschied von gerade einmal 74 Punkten ist marginal. Jeder Ausfall, jede Verletzung oder jeder Exploit lässt diese Hochrechnung sofort kippen. Es ist auf alle Fälle schön zu sehen, wie sich die Schweiz in den letzten Wochen an Österreich herangekämpft hat. Kann die Schweiz diese Tendenz fortsetzen, wird Österreich noch abgefangen, egal was diese Hochrechnung sagt. Dennoch dürfen sich die Schweizer Skifans, sofern sie auf die Nationenwertung hoffen wollen, über jedes abgesagte Rennen im Speedbereich der Frauen freuen.