Beat Tschuor, der Cheftrainer der Frauen, erklärt gegenüber dem Blick: "Der aktuelle Stand ist, dass sie in die Klinik gebracht wurde. Was dabei herausgekommen ist, kann ich nicht sagen." Weiter sagt er: "Ich war direkt vor Ort und konnte mit ihr reden. Positiv ist, dass sie ansprechbar war. Sie sagte auch, dass der Nacken und der Rücken in Ordnung seien und dass das linke Knie und das rechte Handgelenk angegeben haben. Um zu erfahren, was es genau ist, müssen wir abwarten. Ich hoffe, es ist nicht zu schlimm."
Zum Sturz kam es nach einem Verschneider bei hohem Tempo. Gisin knallte dann erst in ein Tor und schliesslich in die B-Netze. "Die B-Netze dämpfen zwar gut, sind aber schmerzhaft", erklärt Tschuor. Das weitere Vorgehen ist klar: Michelle Gisin wird in der Klinik untersucht und Swiss-Ski wird über Walter Frey, den Chief Medical Officer kommunizieren, was bei den Abklärungen herausgekommen ist.
Michelle Gisin ist nach Lara Gut-Behrami und Corinne Suter bereits die dritte Schweizer Athletin, die sich in diesem Winter bei einem Trainingssturz verletzt hatte. "Es wird Zeit, dass es aufhört", so Tschuor. Das sei eine Serie, die man so natürlich nicht möchte. "Gisin wird uns extrem fehlen, genau wie Lara und Corinne auch", so der Cheftrainer.