Damit ist sie die dritte Schweizerin, die für den Slalom bei den Winterspielen 2026 nominiert ist - neben Camille Rast und Wendy Holdener. Trotz eines holprigen Saisonstarts hat sie die Kurve gekriegt.
"Da war ich zu ungeduldig. Aber ich wusste, dass ich es kann - wenn nicht heute, dann morgen", erklärt Christen gegenüber vom Blick ihre ersten Rennen, bei denen sie einmal ausschied und zweimal nur Platz 19 erreichte. Doch am Semmering (Ö) und zuletzt in Flachau zeigte sie ihre Stärke: Auch auf schwierigen, gezeichneten Pisten bleibt sie ruhig, konzentriert und sicher. Ihre Technik? Perfekt ausbalanciert. Ihr Geheimnis? Freeriden. "Ich gehe neben dem normalen Training viel Freeriden, das hilft für die Balance", sagt sie. Es ist diese Erfahrung im freien Gelände, die ihr das Selbstvertrauen und die mentale Stärke gibt, sich durch die Slalomstangen zu kämpfen.
Das Freeriden ist für Christen mehr als nur eine Trainingsmethode. Abseits der markierten Pisten, wo Lawinenkunde Pflicht ist, fühlt sie sich genauso wohl wie auf der Rennstrecke. Ihre Bergsteiger-Fähigkeiten sind dabei ein weiterer Vorteil. "Furchen? Sind ihr egal. Löcher? Da kann sie nur schmunzeln", beschreibt der Blick ihren Stil - ein Beweis für ihre unerschütterliche Ruhe und Präzision.
Mit der Olympia-Qualifikation hat Christen einen entscheidenden Druck abgelegt. Der letzte Slalom vor Cortina, am 25. Januar in Spindlermühle, ermöglicht ihr, befreit aufzutreten. Die Winterspiele selbst sind für sie doppelt spannend: Neben dem Slalom wird sie voraussichtlich im Team-Kombi-Slalom antreten.