Gleich zu Beginn durfte Dominik Raschner starten, der als 30. die Qualifikation für den zweiten Durchgang gerade noch so schaffte. Er zeigte eine gute Fahrt, die sich als die beste Fahrt des zweiten Laufes herausstellen sollte. Der Österreicher machte Rang um Rang gut und schaffte es am Schluss gar in die Top 10.
Als erster Schweizer die Marke des Österreichers knacken, wollte Daniel Yule. Wie bereits im ersten Lauf kam der Walliser aber nicht so wirklich in Fahrt, verlor viel Zeit und auch Ränge und musste sich so schlussendlich mit Rang 23 begnügen.
Zenhäusern kann gute Ausgangslage nicht nutzen
Erfreulich war die Ausgangslage nach dem ersten Lauf bei Ramon Zenhäusern. Der 33-Jährige fuhr mit einer soliden Fahrt auf Rang 15, konnte dieses Resultat aber im zweiten Lauf nicht ins Ziel bringen. Auch er hatte Mühe auf der weicher werdenden Piste und fiel zum Schluss direkt hinter Daniel Yule zurück. Für ihn dürfte das Verpassen der Top 30 in der Weltcupstartliste auch das Ende bei Swiss-Ski bedeuten.
Noch immer in Führung lag Raschner, ehe Linus Strasser als Zehnter des ersten Laufes die Zeit von Raschner erstmals ins Wanken brachte und schlussendlich auch bezwang. Seine Freude war allerdings von kurzer Dauer, denn auch Michael Matt konnte sich an die Spitze setzen.
Der eine Fehler zu viel bei Nef
Eigentlich eine ganz starke Fahrt zeigte Tanguy Nef, wenn da dieser Fehler nicht gewesen wäre. Im zweiten, flachen Abschnitt war der Genfer einmal zu spät, verlor in diesem Sektor 88 Hundertstel auf Matt und konnte den Rückstand nicht mehr genügend aufholen. Trotzdem gibt es für Nef wieder ein Resultat in den besten 15.
So fand die Entscheidung ohne Schweizer Beteiligung statt. Nachdem Clément Noël, Paco Rassat und Fabio Gstrein alle an der Zeit von Matt gescheitert sind, konnte sich Henrik Kristoffersen fünf Hundertstel vor den Österreicher setzen. Durch den anschliessenden Einfädler von Armand Marchant war der Podestplatz für Kristoffersen dann fix.
Pinheiro Braathen zeigt Nerven, McGrath nur kurz
Lucas Pinheiro Braathen zeigte in den ersten beiden Abschnitten, dass er momentan wohl die beste Form aller Skifahrer hat. Dann allerdings begann der Brasilianer, etwas Tempo rauszunehmen. Er verlor im Schlussteil noch viel Zeit und fiel drei Hundertstel hinter Kristoffersen zurück.
Nach einem Zurückfallen sah es auch lange bei Atle Lie McGrath aus. Der Norweger, der bei den Olympischen Spielen noch für ein Drama sorgte, behielt dieses Mal aber die Nerven. Er verlor zwar durch eine verhaltene Fahrt kontinuierlich Zeit, setzte sich aber schlussendlich eine Hundertstelsekunde vor seinen Landsmann.
Mit dem Sieg vergrössert Atle Lie McGrath auch wieder seinen Vorsprung in der Slalom-Wertung. Neu liegt der Norweger 41 Punkte vor Pinheiro Braathen, 77 Punkte vor Noël und 99 Punkte vor Kristoffersen.