Malorie Blanc (+0.53), auf der derzeit die grössten Schweizer Hoffnungen ruhen, zeigte im Super-G eine klare Reaktion auf den Vortag. Die Eidgenossin fuhr lange sehr stark und konnte den Heimvorteil nutzen. Zwar verlor sie im unteren Teil noch etwas Zeit, dennoch resultierte ein starker 6. Rang. "Ich habe probiert, so leicht und locker wie möglich zu fahren. Im Vergleich zu gestern war das eine gute Reaktion und ich konnte ziemlich frei fahren, das war schön", erklärte Blanc gegenüber dem SRF.
Die Fahrerinnen mussten sich auf den Start des Rennens zunächst gedulden. Am Sprung waren Anpassungen nötig. Aus Sicherheitsgründen musste der Teil korrigiert werden, was zu einer Verzögerung des Rennstarts führte.
Joana Hählen (+1.69) musste mit Startnummer 1 als erste Athletin ins Rennen. Die Verzögerung des Starts brachte Hählen ein wenig aus dem Konzept. "Ich hatte viel Mühe, das hat mir auch ein wenig den Mut genommen. Entsprechend bin ich nicht gut gefahren und ein wenig enttäuscht", so Hählen nach Rang 22.
Die Verzögerung hatte ihren Ursprung im Sprung, der im Super-G deutlich weiter trug als noch in der Abfahrt. "Wir haben es schon bei den Vorläufern gesehen: Der Sprung geht weiter als in der Abfahrt und das nächste Tor kommt sehr schnell", erklärte Hählen. Entsprechend gross war der Respekt im Feld, zumal die Flugweiten teilweise enorm waren.