"Die gesamte Gemeinschaft von Crans-Montana ist von diesem tragischen Ereignis zutiefst betroffen. Wir möchten einen Moment innehalten und in Gedanken bei den Familien sowie allen involvierten Mitarbeitenden sein", erklärte Bollinger. Laut ihm wird die Planung der Rennen fortgesetzt, während die Situation kontinuierlich neu beurteilt werde. Der Fokus liegt derzeit auf der Pistenpräparierung.
Die beiden Europacup-Slaloms der Männer sind für den 13. und 14. Januar angesetzt. Vom 30. Januar bis 1. Februar werden dann die Weltcuprennen der Frauen und Männer ausgetragen. Geplant sind eine Abfahrt und ein Super-G für die Frauen, sowie eine Abfahrt für die Männer. Die Rennen gelten als Generalprobe für die Ski-Weltmeisterschaft 2027. Der Vorverkauf sei bereits gut angelaufen.
Trotz der geplanten Fortführung der sportlichen Veranstaltungen ist unklar, ob das Rahmenprogramm in vollem Umfang wie vorgesehen stattfinden wird. In den vergangenen Jahren zogen Startnummernauslosungen, Siegerehrungen im Dorf und Konzerte Tausende von Besuchern an. Auch für diese Ausgabe sind Auftritte von Künstlern wie Bastian Baker sowie Après-Ski-Partys mit DJs geplant. Einige Einheimische und ehemalige Mitglieder der Rennorganisation äussern jedoch Bedenken. Sie halten ausgelassene Feiern angesichts der jüngsten Tragödie und der weiterhin in Krankenhäusern ringenden Verletzten für unpassend.
Das Organisationskomitee steht in ständigem Kontakt mit den Behörden, um die Situation zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Die Tragödie hat auch die Ski-Gemeinschaft stark erschüttert: Die Schweizer Skifahrerinnen trugen vergangenes Wochenende in Kranjska Gora Trauerflor, und ihre männlichen Kollegen werden es vermutlich beim Nacht-Slalom am 6. Januar in Madonna di Campiglio ebenso tun.