Am Chuenisbärgli steht das Ski-Spektakel vor der Tür, doch die Wetterprognosen für den Riesenslalom am 10. Januar 2026 bereiten den Organisatoren Sorgen. Viel Neuschnee wird erwartet, was die Pistenbedingungen vor neue Herausforderungen stellt. Trotzdem zeigt sich die Pistencrew rund um Chef Toni Hari zuversichtlich und hält an ihrer bewährten Strategie fest.
Der jüngste Trend des internationalen Ski-Verbands FIS, Weltcuppisten mit weniger Wasser zu präparieren, sorgt im Olympia-Winter für heftige Diskussionen. Deutschlands Ski-Legende Felix Neureuther kritisierte die Piste in Semmering beim Weltcupslalom der Frauen, weil die Piste mit zu wenig Wasser präpariert wurde.
Die Adelbodner Organisatoren um Pistenchef Toni Hari bleiben dennoch standhaft gegenüber dem neuen FIS-Trend. Hari, der seit über 30 Jahren die Pisten am Chuenisbärgli präpariert, ist überzeugt, dass nur harte und kompakte Pisten für faire Rennen sorgen. "In Adelboden haben wir logischerweise den Anspruch, dass wir bei unseren Weltcuprennen eine sehr viel bessere Piste haben werden als am Semmering", sagt Hari gegenüber dem Blick.
Wetterchaos droht
Doch trotz aller Vorbereitung bleibt eine Unsicherheit: das Wetter. Die Meteorologen warnen vor starkem Schneefall am Wochenende. Bereits im Januar 2025 musste das Programm wegen schlechter Sicht und Schneefall umgestellt werden. Ob ein solches Szenario auch dieses Jahr nötig wird, bleibt abzuwarten. Swiss-Ski-Cheftrainer Tom Stauffer gibt sich skeptisch: "Der aktuelle Wetterbericht sagt für den Sonntag noch mehr Schnee voraus als für den Samstag. Somit würde eine Programmänderung momentan überhaupt keinen Sinn machen." Die Pistencrew gibt jedoch ihr Bestes, um den Athleten auch unter diesen Bedingungen eine perfekte Strecke zu bieten.