Statt des ersten Abfahrtstrainings konnte am Mittwoch der ursprünglich für Dienstag geplante Super-G in Santa Caterina doch noch über die Bühne gehen. Aus Schweizer Sicht gab es gleich schon im ersten Speedrennen des Europacup-Winters einen Podestplatz zu bejubeln. Marco Kohler (+0.33) wurde Dritter und landete nur eine Hundertstelsekunde hinter dem Spanier Ander Mintegui Rivera auf Rang zwei.
Die grösste Geschichte des Tages schrieb aber eindeutig Felix Hacker. Zu Beginn des Jahres verletzte sich der Österreicher beim Training in Kitzbühel am Knie. Nach einer verheilten Kreuzbandverletzung gab der 26-Jährige an diesem Mittwoch sein Comeback und fuhr sogleich zum Sieg.
Den besonderen Triumph beschrieb Hacker via Ski Austria folgendermassen: „Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Es war einfach eine so harte Zeit seit meiner Verletzung. Ich habe jeden Tag mein Bestes gegeben und so viel investiert. Bis ich wieder Vertrauen in die Schwünge gefunden hatte, war es einfach schwierig. Letzte Woche hatte ich beim Training noch Probleme. Dass mein Comeback-Rennen heute so funktioniert hat, ist einfach der Wahnsinn und ich bin unglaublich glücklich."
Aus dem Schweizer Team klassierten sich insgesamt sieben Athleten in den Punkten. Alessio Miggiano (+0.90) wurde Achter, Gael Zulauf (+0.97) Elfter. Weiter folgen Eric Wyler (16./+1.22) und Lenz Hächler (20./+1.36). Nach seinem Comeback sammelte auch Niels Hintermann (+1.39) auf zweithöchster Stufe Rennpraxis, er wurde 21. Zudem sicherte sich Lars Rösti (24./+1.55) noch einige Punkte.