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Shiffrins längere Besichtigungszeit und "nicht sichere" Piste sorgen für Diskussionen

kicker

Mikaela Shiffrin schlägt in einem Hitchcock-Finale Camille Rast äußerst knapp und fährt zu ihrem fünften Slalom-Sieg in der laufenden Saison. Nach dem Rennen wird jedoch plötzlich eine Disqualifikation der Amerikanerin zum Thema. Shiffrin und Dzenifera Germane besichtigten den zweiten Lauf 15 Minuten länger als ihre Konkurrentinnen. Grund dafür war ein umgestecktes Tor, wodurch sich die Besichtigungszeit kurzfristig um 15 Minuten verlängerte. Zum Zeitpunkt dieser Bekanntgabe waren jedoch nur noch die Amerikanerin und die Lettin auf der Piste. Eine längere Besichtigung der Strecke führt im Normalfall zur Disqualifikation, in diesem Fall haben sich die beiden jedoch nichts zuschulden kommen lassen.

Gleichwohl ist die Causa vor allem für die Schweizerin Camille Rast bitter, denn Shiffrin hatte durch die längere Besichtigungszeit einen Wettbewerbsvorteil. Nach dem Rennen äußert sich Frauencheftrainer Beat Tschuor im SRF zu der Angelegenheit. Tschuor bestätigt, dass nach dem Rennen ein Protest im Raum stand; dieser wäre jedoch abgewiesen worden, weshalb Swiss-Ski schlussendlich darauf verzichtete. Einverstanden mit der Entscheidung der Jury ist der Cheftrainer jedoch nicht: "Mir war es wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass es so nicht geht. Es muss fair sein für alle."

Shiffrin: "Es war nicht sicher für die Frauen heute"

Fair war schon der erste Durchgang nicht. Da präsentierte sich die Piste am Zauberberg wenig magisch. Sie hatte in der trockenen nächtlichen Luft an Feuchtigkeit verloren und war vor dem Start mit Wasser und Salz aufgepäppelt worden. Im ersten Durchgang warf sie die Läuferinnen reihenweise ab und sorgte bei den "Überlebenden" für riesige Zeitabstände. So wies die Norwegerin Bianca Bakke Westhoff als 30. zur Halbzeit einen Rückstand von 5,94 Sekunden auf. Von 77 Starterinnen erreichte nur rund die Hälfte das Ziel, 37 schieden aus. Der ORF berichtete von der höchsten Ausfallquote der jüngsten 25 Jahre.

Im zweiten Durchgang zeigte sich der Untergrund von einer deutlich freundlicheren Seite, Shiffrin setzte mit Laufbestzeit erfolgreich zur Aufholjagd an. Ihren 106. Weltcupsieg nutzte sie danach aber zur Kritik. "Ich bin mit meiner Fahrt im Zweiten wirklich sehr zufrieden. Aber es war einfach nicht sicher für die Frauen heute. Das ist nicht in Ordnung", meinte die 30-Jährige. "Im zweiten Lauf war es besser, aber ich bin verärgert, wie das gelaufen ist."